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Ostprignitz-Ruppin Rettungsdienst schafft die Hilfsfristen nicht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rettungsdienst schafft die Hilfsfristen nicht
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00:17 13.11.2016
Quelle: Christian Schmettow
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Neuruppin

Die Retter in Ostprignitz-Ruppin schaffen es weiterhin nicht, die vorgeschriebene Hilfsfrist von 15 Minuten in 95 Prozent der Einsätze einzuhalten. Das hat Amtsleiter Mathias Wittmoser am Mittwochabend beim Kreissozialausschuss in Neuruppin eingeräumt. „Wir werden nicht besser liegen als im Vorjahr.“ Der Kreis will deshalb auf eine spezielle Software zugreifen, die es bereits in der Einsatzleitstelle in Potsdam gibt. „Wir wollen genau analysieren, wo das Problem bei uns liegt“, sagte Wittmoser. Deshalb soll ein Mitarbeiter im Umgang mit der Software geschult werden. Ab Anfang des nächsten Jahres sollen dann die Rettungseinsätze im Landkreis mit der Technik analysiert werden. Pro Jahr gibt es mehr als 18 000 Notfälle, zu denen die Retter ausrücken. „Das Einsatzgeschehen ist weiterhin hoch“, so Wittmoser. Der Amtsleiter hofft, dass die Analyse der von der Software bereit gestellten Daten ausreicht und kein externes Gutachten notwendig ist, um herauszufinden, warum die Retter in Ostprignitz-Ruppin so oft die Hilfsfristen nicht einhalten.

Schlechtere Bilanz als die Uckermark

Im Jahr 2014 schafften es die Retter in Ostprignitz-Ruppin gerade mal in 89 Prozent der Fälle, innerhalb von 15 Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort zu sein. Damit sind sie Schlusslicht im Land Brandenburg. Selbst in der Uckermark, die ähnlich ländlich strukturiert und mit 3058 Quadratkilometern sogar noch 500 Quadratkilometer größer ist als Ostprignitz-Ruppin, steht der Rettungsdienst besser da: 2014 hielten die Retter in 94,72 Prozent der Notfälle die vorgeschriebene Hilfsfrist ein (die MAZ berichtete).

In Ostprignitz-Ruppin gibt es neun Rettungswachen, betrieben wird der Rettungsdienst von einer Tochtergesellschaft der Pro-Klinik-Holding, die dem Kreis gehört.

Von Andreas Vogel

In Ostprignitz-Ruppin stehen derzeit 1000 Unterkünfte leer, die extra für Flüchtlinge geschaffen und vom Kreis gemietet wurden. Deshalb versucht der Landkreis derzeit, viele Verträge wieder zu kündigen. Das Ziel: Es soll nur noch an zehn Standorten für Gemeinschaftsunterkünfte von Flüchtlinge geben. Bisher gibt es die an 18 Standorten.

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