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Revierförster wegen Körperverletzung angezeigt

Neuruppin Revierförster wegen Körperverletzung angezeigt

Ein 54-jähriger Revierförster soll am Pfingstsonnabend einen Angler mit dem Auto angefahren haben und danach einfach weggebraust sein. Die Polizei in Neuruppin hat die Ermittlungen zu den Vorwürfen jetzt abgeschlossen: Nun muss die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob sie ein Verfahren gegen den Förster einleitet.

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Ein Angelausflug endet nicht immer gemütlich.

Quelle: Foto: dpa

Neuruppin. Im Streit zwischen einem 54-jährigen Revierförster und mehreren Anglern muss jetzt die Staatsanwaltschaft Neuruppin entscheiden, ob und gegen wen Verfahren eröffnet werden. „Die Ermittlungen von Seiten der Polizei sind beendet. Wir haben alle Zeugen und Beschuldigten vernommen“, sagte am Dienstag Neuruppins Polizeisprecherin Dörte Röhrs.

Revierförster soll einen Mann angefahren haben

Die Angler haben den Förster wegen Körperverletzung, unerlaubten Entfernens vom Unfallort, Diebstahls und Amtsanmaßung angezeigt. Der Grund: Der Forstmann soll am Pfingstsonnabend die Angler und deren Autos am Flößersgrund am Tornowsee zunächst ohne Erklärung und ohne sich vorzustellen fotografiert haben. Danach soll er mit den Papieren der Angler und deren Genehmigungen in sein Auto gestiegen sein und Gas gegeben haben – obwohl einer der Besucher der Angler vor dem Auto stand. Nur weil dieser im letzten Moment beiseite sprang, erlitt der Mann lediglich eine leichte Verletzung am Knie. „Mindestens die Fahrerflucht muss weiter verfolgt werden“, sagte am Dienstag Peter Will. Der 53-jährige Neuruppiner hatte mit seinem Sohn Christoph (28) und einem seiner Freunde den Angelausflug zu dem idyllischen Fleckchen am Tornowsee geplant. Will hatte dafür sowohl eine sogenannte Gestattung vom Landesforstbetrieb als auch von der Oberförsterei in Alt Ruppin. Die Jahresangelkarte, einen Fischereischein, eine Nachtangelgenehmigung sowie einen Ausweis des Anglerverbandes samt gültiger Marke hatte er ebenfalls dabei. Doch während eine Mitarbeiterin der Naturwacht, die die Angler an jenem Pfingstsonnabend vor Ort kontrollierte, nichts an den Papieren auszusetzen hatte, hat der Förster den Genehmigungen wohl nicht getraut. Der Forstmann fühlte sich von den Anglern zudem bedrängt. Er hatte nach seiner überstürzten Abfahrt ebenso die Polizei informiert wie zwischenzeitlich die Angler.

Die internen Ermittlungen der Forstbehörde laufen noch

„Es wurden noch nicht alle Zeugen befragt“, betonte Peter Will am Dienstag. Der Neuruppiner wundert sich zudem, dass ihm nach dem Vorfall zu Pfingsten die Waldbefahrgenehmigung entzogen wurde. Dagegen hat er Widerspruch eingelegt.

Die internen Ermittlungen der Forstbehörde gegen den Revierförster sind noch nicht abgeschlossen. Es werden erst die polizeilichen Ermittlungen abgewartet, sagte Annett Engelmann, Leiterin der Oberförsterei Neuruppin.

Von Andreas Vogel

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