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Ostprignitz-Ruppin Revierpolizistenmangel in OPR
Lokales Ostprignitz-Ruppin Revierpolizistenmangel in OPR
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00:18 07.03.2016
Mitte Februar wurde Bernhard Kinder in Lindow verabschiedet. Quelle: Foto: Aniol
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Neuruppin

Krach um Mitternacht in Lindow – klar, dass da erst einmal eine Streife vorbeifährt. Für die Aufklärung der Hintergründe und die besänftigenden Gespräche mit Beteiligten war dann aber am nächsten Tag immer Bernhard Kinder vor Ort. Jetzt ist der Lindower Revierpolizist im Ruhestand. Wer sich nun um das Drei-Seen-Gebiet kümmert, ist aber nach wie vor offen – wie so oft im Landkreis bei Nachbesetzungen dieser Stellen.

Schauen, wo Polizisten am dringendsten gebraucht werden

Denn die Nachfolge für Revierpolizisten, die in Rente gehen, ist eine schwierige Sache. „Wir müssen gucken, ob es Freiwillige gibt, die die Aufgabe in dem Gebiet übernehmen wollen“, sagt Toralf Reinhardt, Sprecher der Polizeidirektion Nord, die für Ostprignitz-Ruppin, Prignitz und Oberhavel zuständig ist. Das sei nicht immer der Fall. Doch selbst wenn es nicht daran scheitert, müsse man schauen, wo dieser Mitarbeiter dringender gebraucht wird: an seiner alten oder der neuen Wirkungsstätte. Denn zusätzliches Nachbesetzungspersonal gibt es definitiv nicht.

Frühestens in zwei bis drei Jahren wird es mehr neue Polizisten geben

Zwar bekomme die Direktion zweimal im Jahr neue Kollegen, die ihre Ausbildung beenden. „Wenn jemand aber zwischendurch in den Ruhestand geht oder ausfällt, dann gibt es keinen Ersatz“, so Reinhard. Hinzu kommt, dass in der Direktion mehr Polizisten in Pension gehen, als neue kommen. Das werde noch eine Zeit lang so bleiben. Frühestens in zwei bis drei Jahren werde sich die Lage entspannen.

Erst wenn mehr Polizisten ausgebildet werden, entspannt sich die Lage

Das ist so, weil in den vergangenen Jahren in der Mark in Folge der Polizeireform von 2011 nur wenige Polizisten ausgebildet wurden. Damals hieß die Marschroute: starker Personalabbau bis zum Jahr 2020 und deshalb auch weniger Anwärter auf der Polizeischule. Zwar ist Innenminister Karl-Heinz Schröter Mitte 2015 zurückgerudert und hat den Dienststellen wieder mehr Neueinstellungen verordnet. „Neue Polizisten kann man sich aber auch mit einer neuen Verordnung nicht einfach so backen“, sagt Reinhardt. Bis die Reform der Reform durch mehr Neueinsteiger zu spüren ist, wird es dauern. „Es ist ein sehr schwieriger Prozess“, so der Sprecher.

Neuruppiner Polizei will ländliche Gebiete besonders intensiv betreuen

Bis die Polizei wieder mehr Personal hat, muss sie genau überlegen, wo sie ihre wenigen Bediensteten einsetzt. Dabei müsse die Direktion auch die Einwohnerzahlen berücksichtigen – und die sind nun mal in Oberhavel steigend und in den anderen Kreisen stetig sinkend. Das heißt aber nicht, dass diese völlig vernachlässigt werden. Gerade in ländlichen Gebieten seien Revierpolizisten, von denen es allein in Ostprignitz-Ruppin rund 20 gibt, sehr wichtig. Dort versuche die Leitung deshalb, dass ein Beamter etwa 4000 Menschen betreut – selbst wenn dadurch in Neuruppin ein Ordnungshüter weniger unterwegs ist. Auch in Lindow soll bald wieder ein Revierpolizist im Einsatz sein. Offen ist aber, wann – und ob er künftig nur diesen Bereich oder ein größeres Gebiet betreuen wird.

Von Celina Aniol

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