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Revision scheitert: 14 Jahre Haft

Lars W. hat den Betreiber des Neuruppiner Bordells „Puppenstube“ erschossen Revision scheitert: 14 Jahre Haft

Mit mehreren Schüssen aus einer halbautomatischen Waffe hat Lars W. im Januar 2014 auf seinen ehemaligen Kumpel René K. geschossen. Der einstige Betreiber des Neuruppiner Bordells „Puppenstube“ starb vor seiner Haustür. Jetzt ist das Urteil gegen Lars W. rechtskräftig.

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Die „Puppenstube“ in Neuruppin ist seit Langem geschlossen.

Quelle: Peter Geisler

Berlin. Es bleibt dabei: Lars W., der den einstigen Betreiber des Neuruppiner Bordells „Puppenstube“ erschossen hat, muss 14 Jahre hinter Gitter. Denn der Bundesgerichtshof in Leipzig hat die von der Verteidigung eingereichte Revision jetzt verworfen.

Damit muss der Prozess gegen den 49-Jährigen nicht wieder aufgerollt werden. Er hatte vor dem Landgericht Berlin zugegeben, am 9. Januar 2014 auf seinen einstigen Kumpel René K. vor dessen Haus in Berlin-Pankow geschossen zu haben. Sieben von elf Schüssen aus einer halbautomatischen Waffe trafen den Oberkörper des 46-Jährigen.

Gleichwohl verurteilte das Gericht Lars W. lediglich wegen Totschlags zu einer Haftstrafe von 14 Jahren. Grund: Das Gericht hatte trotz des mehrmonatigen Prozesses kein Motiv für die Tat entdecken können. Nur dann wäre eine Verurteilung wegen Mordes und eine lebenslange Freiheitsstrafe möglich gewesen.

Die Staatsanwaltschaft hatte zwar von einer Tat aus „niederen Beweggründen“ gesprochen, aber auch kein Motiv für einen Mord liefern können. Sicher sind sich die Ermittler, dass sich Lars W. und René K. vor einigen Jahren in Neuruppin kennengelernt haben. Der Chef des Bordells in der Bechliner Chaussee, das auch „Club 153” hieß, war kein unbeschriebenes Blatt: Er war 2008 wegen mehrerer Fälle von Körperverletzung und Drogenhandel verurteilt worden. So soll K. mit einer Gruppe von anderen Männern einen anderen Bordellbesitzer bedroht und dessen Etablissement demoliert haben. Das Gericht verurteilte den Berliner deshalb zu vier Jahren Haft. Im Sommer 2013 musste K. sich erneut verantworten. Diesmal ging es um Steuerhinterziehung. Der Bordellchef soll in den Jahren 2000 bis 2004 rund 373 000 Euro an Steuern aus dem Geschäft mit dem Sex nicht gezahlt haben

Von Andreas Vogel

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