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Ostprignitz-Ruppin Rewoge macht aus einem U ein L
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rewoge macht aus einem U ein L
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02:15 10.07.2015
Der hintere Flügel des U-Blocks in der Stadionsiedlung wird abgerissen. Übrig bleibt ein L. Quelle: Celina Aniol
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Rheinsberg






„Und dann wird aus dem U einfach ein L.“ Was aus dem Mund des Rewoge-Geschäftsführers Stephan Greiner-Petter so luftig-leicht nach Buchstabenknobelei klingt, bedeutet in Wirklichkeit einen richtigen Kraftakt. Denn die Rheinsberger Wohnungsgesellschaft will nicht etwa ihre Häuser mit neuen Bezeichnungen versehen, sondern noch in diesem Jahr ganze 56 Wohnungen zurückbauen. Das L entsteht dabei, weil in dem sogenannten U-Block der Rheinsberger Stadion-Siedlung ein ganzer Flügel weichen soll und am Ende nur noch zwei Bauteile eben den Buchstaben L bilden. Insgesamt 40 Wohnungen sollen in der Straße Am Stadion 26 bis 28 verschwinden.

In Kleinzerlang sind es gleich zwei Objekte mit 16 Wohnungen, die abgerissen werden sollen. Die Gesamtkosten für das Vorhaben betragen 550 000 Euro. Davon bezahlt die Rewoge 343 000 Euro. Das Land beteiligt sich mit 207 000 Euro. Das Geld vom brandenburgischen Infrastrukturministerium stammt aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost, mit dem die Leerstandsmisere in der Mark bekämpft werden soll. Dabei hat Potsdam für Rheinsberg eine große Ausnahme gemacht. Denn normalerweise sind bei dem Programm nur Projekte zugelassen, bei denen 100 und mehr Wohnungen beseitigt werden (die MAZ berichtete).

Die Arbeiten werden vermutlich in Kleinzerlang beginnen. Dort soll das erste Haus bereits im August abgerissen werden, sagt Stephan Greiner-Petter. Das zweite Gebäude ist etwas später dran. Der Rückbau in der Kernstadt, der mit Rasenansaat nach dem Abriss etwa einen Monat dauern soll, wird voraussichtlich erst im Herbst stattfinden. Denn noch leben Menschen in den drei Aufgängen des Rheinsberger Plattenbaus. „Ich habe aber gerade für die Mieter die letzten drei Mietverträge für andere Wohnungen unterschrieben“, so der Rewoge-Chef. Das heißt: Der Auszug der letzten Mieter ist abzusehen.

Zur Eile drängen will Greiner-Petter aber niemanden. Er habe sogar eine Familie, die es betrifft, dazu angehalten, erst Ferien zu machen und dann auszuziehen. „Sonst haben die Kinder nichts vom Sommer.“ Indes ist Stephan Greiner-Petter froh, dass alle bisherigen Bewohner von Rewoge-Häusern der Gesellschaft treu geblieben sind. Viele Mieter haben die Gelegenheit zudem als Chance verstanden, ihre Traumwohnung zu finden. „Nach dem Motto: Wenn ich schon umziehe, dann will ich eine Wohnung haben, die perfekt zu mir passt“, berichtet der Chef der Wohnungsgesellschaft. Deshalb habe die Suche nach der neuen Unterkunft zwar etwas länger gedauert. „Es hat sich aber für die Mieter gelohnt.“ So haben viele Senioren ebenerdige Räume bekommen – „und das Lindgrün, das sie sich schon immer fürs Wohnzimmer gewünscht haben“.

Dass die Häuser mit Ofenheizung in Kleinzerlang abgerissen werden, verteidigt Greiner-Petter. Die Behauptung der Ortsvorsteherin Ilona Schenk, dass dort die Nachfrage nach Wohnraum groß sei, treffe nicht auf diese Objekte zu. „Ich bin seit Mai 2012 bei der Rewoge. Seitdem gab es für die Häuser in Kleinzerlang null Anfragen.“ Auch potenzielle Investoren wie die Marina Wolfsbruch, die die Objekte zum Wohnraum für Mitarbeiter umbauen wollte, haben schnell das Weite gesucht, sagt Greiner-Petter. „Die Erneuerung ist schlicht zu teuer.“ Auch für die Wohnungsgesellschaft.

Von Celina Aniol

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