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Rheinsberg: Drei Anläufe für ein Auto

Neue Technik für die Feuerwehr Rheinsberg: Drei Anläufe für ein Auto

Die Feuerwehrleute von Dorf Zechlin bei Rheinsberg dürfen sich über ein neues Löschfahrzeug freuen. Gut 84 000 Euro hat das Auto gekostet, das eigentlich schon vor ein paar Wochen da sein sollte. Doch gab es technische und formale Probleme. Dabei wurde das Auto dringend gebraucht. Zwei Einsätze musste die Wehr absagen, weil der gut 30 Jahre alte Robur defekt war.

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Neugierig wurde das neue Auto am Montagabend unter die Lupe genommen.

Quelle: Andreas Vogel

Dorf Zechlin. Das passiert den freiwilligen Feuerwehrleuten von Dorf Zechlin jetzt nicht mehr: Dass sie zu einem Einsatz gerufen werden, bereit stehen – und nicht helfen können, weil ihr gut 30 Jahre alter Robur nicht anspringt. Zweimal ist das in diesem Jahr passiert, sagt Matthias Glamann, Einheitsführer der Wehr in Dorf Zechlin. Seit Montagabend steht im schmucken Feuerwehrgerätehaus von Dorf Zechlin ein neues Auto. Das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) hat samt Ausstattung rund 84 000 Euro gekostet und sollte eigentlich schon etwas früher übergeben werden. Technische und formale Gründe verhinderten das jedoch zweimal, sagte Rheinsbergs Bürgermeister Jan-Pieter Rau (CDU).

„Es hat mit dem neuen Auto dennoch schneller geklappt als gedacht“, betonte Glamann. Für ihn und seine Feuerwehrkameraden ist das Auto wie ein Weihnachtsgeschenk. „Das ist gut für die Motivation der Gruppe“, so Glamann.

Der 36-Jährige arbeitet im zivilen Leben als Hausmeister in einer Reha-Klinik in Zechlin. Mit 14 ist Glamann in die Feuerwehr eingetreten – und schwört auf seine Truppe in Dorf Zechlin. Diese besteht aus 15 aktiven Mitgliedern, hinzu kommen immerhin acht Mitglieder der Jugendfeuerwehr. „Wir haben fünf Atemschutzträger, vier Maschinisten und zwei Gruppenführer“, betonte Glamann. Damit sei die kleine Wehr qualitativ sehr gut aufgestellt. Im nächsten Jahr wollen sich zwei weitere Mitglieder als Atemschutzträger ausbilden lassen. Das spricht für die gute Motivation der Feuerleute.

Die Brandschützer von Dorf Zechlin haben Ende der 1990er Jahre auch das Feuerwehrgerätehaus im Ort selbst errichtet und es gerade erst wieder mit Schönheitsreparaturen auf Vordermann gebracht. Für Glamann ist das selbstverständlich. „Feuerwehr ist kein Hobby, sondern eine Lebenseinstellung.“

Was mit dem alten Feuerwehr-Robur aus Dorf Zechlin passieren wird, ist noch offen. Kämmerer Andreas Neubert schloss gestern nicht aus, dass das Auto im nächsten Jahr mit weiterer Feuerwehrtechnik versteigert wird. Rheinsberg hat damit beste Erfahrungen. Immerhin hat die Stadt in diesem Jahr durch die Versteigerung von drei Fahrzeugen mehr als 13 000 Euro eingenommen. Das meiste Geld brachte mit gut 9900 Euro ein 42 Jahre altes Löschfahrzeug ein, das zuletzt im Dienst der Feuerwehr von Flecken Zechlin stand.

Von Andreas Vogel

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