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Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg: Falsche Ausbauvariante vorgelegt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg: Falsche Ausbauvariante vorgelegt
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02:15 07.12.2015
In diesem Jahr wurde Richtfest im neuen Rathaus-Komplex gefeiert. Der Bauamtsleiter geht davon aus, dass die Straßen rundum, also auch die Kirchstraße, künftig stark frequentiert sein werden. Quelle: Peter Geisler
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Rheinsberg

Der Planer machte sich beim Ausbau der Kirchstraße in Rheinsberg für die Variante drei stark, die die kostengünstigere ist und dennoch den Belangen der Barrierefreiheit und des Denkmalschutzes voll entspricht. Seiner Empfehlung folgte auch der Kreisbehindertenbeauftragte und der Rheinsberger Haupt- sowie der Bauausschuss. Erst im Ortsbeirat Rheinsberg brachte der kommissarische Bauamtsleiter Thomas Lilienthal die Variante eins ins Spiel.

Es sei ein Versehen gewesen, dass die dritte Variante als Vorzugsvorschlag gehandelt wurde. Denn diese sei nur für eine geringe Verkehrsbelastung ausgelegt. Der Abschnitt der Kirchstraße zwischen See- und Kurt-Tucholsky-Straße, der ausgebaut werden soll, werde aber demnächst stark beansprucht. „Wir bauen dort ein Rathaus, da müssen wir davon ausgehen, dass dieser Teil der Straße künftig stark frequentiert wird“, so Lilienthal. Zudem gehöre dieser Bereich zumindest in den Sommermonaten zu den von Touristen meistgenutzten Ecken. „Wir brauchen dort die optimale und nicht die minimale Lösung.“

Dass die Rheinsberger Verwaltung dennoch nicht die Variante eins als Vorzugsvariante präsentiert hatte, die diese Bedürfnisse am besten abdeckt, sei ein Fehler gewesen, gibt der Rathausmitarbeiter zu. Dieser sei während seiner längeren Abwesenheit passiert, erklärte er den Ortsbeiratsmitgliedern, die irritiert auf die plötzliche Änderung reagierten. Sie wollten trotz der Erklärungen Lilienthal nicht folgen und empfahlen den Stadtverordneten stattdessen lieber wieder die Variante drei.

Wenn diese dem Projekt zustimmen – in welcher Variante auch immer – werde das Bauamt das Vorhaben demnächst ausschreiben. Die Arbeiten sollen beginnen, sobald die Frostperiode zu Ende ist. Die geplante Erneuerung mit einem Kostenaufwand von mehreren 100 000 Euro ist Teil des Förderprogramms Stadtsanierung, bei dem Rheinsberg 20 Prozent und Bund sowie Land die restlichen 80 Prozent bezahlen. Die Anlieger werden dabei nicht zu Kasse gebeten.

Von Celina Aniol

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