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Rheinsberg: Kantoreien zelebrieren Bach

Weihnachtsoratorium in der Kirche Rheinsberg: Kantoreien zelebrieren Bach

Nach der gelungenen Premiere in der Max-Schmeling-Halle in Sewekow haben die Kantoreien von Rheinsberg und Wittstock in Rheinsberg ihren zweiten Erfolg gefeiert: Rund 200 Menschen kamen am Sonntag in die Sankt-Laurentius-Kirche, um die Aufführung der ersten drei Kantaten des Weihnachtsoratoriums zu hören.

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Sänger, Solisten und Instrumentalisten waren dank wochenlanger Proben gut aufeinander eingespielt.

Quelle: Peter Geisler

Rheinsberg. Weihnachtliches bereits vor dem Fest gab es am Sonntag in der Rheinsberger Kirche zu hören. Jubelnde, jauchzende Klänge mischten sich in die eigentlich noch eher stille Adventszeit und die Sankt-Laurentius-Kirche war zur Aufführung des Weihnachtsoratoriums fast voll. Die Kantoreien aus Rheinsberg und Wittstock führten gemeinsam mit dem Streichorchester Neustrelitz und Bläsern der Kreismusikschule Ostprignitz-Ruppin die ersten drei Kantaten des Werkes von Johann Sebastian Bach auf.

Der Wittstocker Pfarrer Björn Borrmann, der selbst zu den Sängern gehörte, begrüßte die 200 Zuhörer. Er sprach die Hoffnung aus, dass es keine matten Gesänge und kein Lallen geben werde, auch wenn der Chor im dritten Teil singen wird: „Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen, lass dir die matten Gesänge gefallen“. Dank des Projektes „Himmelston und Erdenklang“ des Kirchenkreises Wittstock-Ruppin könnten sich die Kantoreien wunderbare Instrumentalisten und Solisten leisten, sagte der Pfarrer, der seit diesem Jahr für die Förderung anspruchsvoller Musikangebote in der Region verantwortlich ist.

Mit Pauken und Trompeten eröffnet Johann Sebastian Bach den ersten Teil seines Oratoriums; „Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage“, heißt es im Eingangschor – die Weihnachtsgeschichte nimmt ihren Lauf. Schon sind die Zuhörer gefangen von der Musik, die die frohe Botschaft von der Geburt des Jesus-Kindes verkündet. Der Wittstocker Kantor Uwe Metlitzky führt dazu den Taktstock. Bereits am Tag zuvor hatten die Kantoreien das Weihnachtsoratorium in der Sewekower Max-Schmeling-Halle aufgeführt.

Ins Werk vertieft

Ins Werk vertieft: die Sängerinnen und Sänger der Kantoreien.

Quelle: Peter Geisler

Seit einigen Monaten probte Uwe Metlitzky mit den Sängern aus Wittstock und Rheinsberg – für die Wittstocker Kantorei fast Neuland. „In den 90er Jahren haben wir die drei Kantaten einstudiert, das ist lange her“, sagt Uwe Metlitzky. Die Aufregung stieg also nicht nur bei den Sängern, sondern auch beim Kantor, Doch nach den ersten Takten war das Eis gebrochen. „Ich spürte, dass es gut wird“, sagte Uwe Metlitzky nach der Aufführung strahlend. Diesen Eindruck bestätigte das Publikum mit Bravo-Rufen, stehenden Ovationen und kräftigem Beifall. Ein strahlender Chor, bei dem auch die Männerstimmen gut zur Geltung kamen – dank weiblicher Unterstützung. Wenn ein schwieriges Werk wie dieses von einem Laienchor gemeistert wird und die Aufführung zur Freude der Zuhörer gelingt, dann ist dies wohl vor allem ein Verdienst des Chorleiters.

Mehrere Gastsänger, auch aus anderen Rheinsberger Chören, unterstützten die Aufführungen am Wochenende. Rund 80 Sänger entfalteten in der Rheinsberger Laurentius-Kirche ihre Stimmkraft um die berühmten Choräle „Wie soll ich dich empfangen“, „Ehre sei Gott in der Höhe“ und „Lasset uns gehen nach Bethlehem“ zu singen. Für die Arien und die Rezitation des Evangelisten wurden professionelle Sänger engagiert – die Sopranistin Anja Kamischke, Stefanie Weiner für den Alt, Sebastian Fuchsberger als Tenor und Basssänger Martin Schubach. Das Orchester aus Neustrelitz überzeugte mit guten Instrumentalisten und einem gelungenen Zusammenspiel mit Chor und Solisten, so dass wohl viele Besucher das Gefühl hatten, dass Bachs Weihnachtsoratorium – einfühlsam aufgeführt – das auszudrücken vermag, was für viele Menschen Weihnachten bedeutet.

Wer mehr will, dem sei geraten, die Gottesdienste am 25., 26. und 27. Dezember in der Neuruppiner Klosterkirche zu besuchen. Dort führt die Ruppiner Kantorei das Werk noch einmal so auf, wie Bach es ursprünglich gedacht hat – als Musik für den Gottesdienst in drei Teilen an den Weihnachtsfeiertagen.

Von Cornelia Felsch

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