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Rheinsberg: Kein Platz für Kinder

Spielen in der Innenstadt Rheinsberg: Kein Platz für Kinder

Rheinsberg ist mit Abstand der beliebteste Touristenort im Norden Brandenburgs. Die Stadt ist anerkannter Erholungsort und will sogar Kurort werden. Dafür muss sie ihren Bewohnern und Gästen etwas bieten. Zurzeit gibt es in der Innenstadt nicht einen einzigen Kinderspielplatz. Seit einem halben Jahr suchen die Stadtverordneten nach einer Lösung – bisher vergeblich.

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Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. Nach monatelanger Diskussion steht jetzt fest: So schnell wird Rheinsberg keinen neuen Kinderspielplatz in der Innenstadt bekommen. Und das gleich aus zwei Gründen: Zum einen weiß niemand, woher das Geld dafür kommen soll. Zum anderen findet sich zurzeit keine geeignete Flächen für einen attraktiven Spielplatz. Zum wiederholten Mal musste die Fraktion Freie Wähler/FDP am Montag in der Stadtverordnetenversammlung einen Antrag zum Bau seinen Spielplatzes zurückziehen, weil auch sie keine Lösung präsentieren konnte.

Eltern haben bereits im Frühjahr Alarm geschlagen

Eine Elterninitiative hatte im Frühjahr Alarm geschlagen, dass es im Rheinsberger Zentrum keine Spielmöglichkeit gibt. Ärgerlich ist das nicht nur für die Rheinsberger selbst, sondern auch für die Besucher. Familien mit Kindern müssen lange suchen, um eine Klettergerüst oder eine Rutsche zu finden. „In der Innenstadt gibt es das nicht“, räumt Ortsvorsteher Sven Alisch ein. Sie nächsten Spielplätze liegen an der Paulshorster Straße, in der Nähe der Feuerwehr und am Seebad.

Petra Pape (Freie Wähler/FDP) hatte vorgeschlagen, am Stadion einen neue Spielplatz zu bauen. Bürgermeister Jan-Pieter Rau glaubt, dass das wenig helfen würde. „Ich würde einen Spielplatz in der Innenstadt sehr begrüßen“, sagt er. „Aber am Stadion ist nicht in der Innenstadt.“ Schon im Mai musste die Fraktion Freie Wähler/FDP ihren Antrag zurückziehen. In der Sitzung am Montag wollte die Fraktion nun einen Vorschlag für die Finanzierung eines neuen Spielplatzes vorlegen, dazu hatte sie sich verpflichtet. Wieder musste Petra Pape klein bei geben: „Den haben wir nicht.“

Stadt findet keine geeignete Fläche

Unabhängig davon suchen Ortsbeirat und Stadtverwaltung nach geeigneten Flächen. Der Triangelplatz war im Gespräch, wurde aber wieder verworfen: Zum einen wegen des Denkmalschutzes. Zum anderen, weil unmittelbar daneben die viel befahrene B 122 verläuft. Auch am Multifunktionsplatz gibt es Sicherheitsbedenken. Nur mit erheblichen Aufwand könnte dort ein Spielplatz entstehen, glaubt Ortsvorsteher Alisch.

Er setzt auf das ehemalige Gelände der Wasserschutzpolizei an der Schillerstraße. Dort hat die Stadt bereits einen Bebauungsplan beschlossen, um zu verhindern, dass das Land an jemanden verkauft, der dort etwas baut, das der Stadt nicht passt. Das Grundstück wäre die einzige Fläche in Wassernähe, die für einen Spielplatz infrage kommt, sagt Rau. Sollte das Land irgendwann verkaufen, könnte Rheinsberg die Fläche per Vorkaufsrecht erwerben. Im Moment verkauft das Land aber nicht.

Alisch will dafür sorgen, dass die wenigstens vorhandenen Spielplätze so schnell wie möglich besser ausgeschildert werden und Urlauber sofort erkennen, wohin sie mit ihren Kinder gehen können Die meisten Plätze seien gar nicht so weit vom Stadtzentrum entfernt. „Ich denke, das ist sehr, sehr, sehr gut vertretbar.“

Von Reyk Grunow

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