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Rheinsberg: Kritik am Rathaus

Kita neu bauen oder sanieren? Rheinsberg: Kritik am Rathaus

Seit Ende Mai weiß das Rheinsberger Rathaus, wie teuer eine Sanierung der Kita Spatzennest wäre und wie teuer ein Neubau. Gleichwohl durfte der Sozialausschuss jetzt noch nicht über die Vergleichsrechnung diskutieren. Das sorgt bei für Ärger und Kritik. Das Rathaus indes verweist auf einen Beschluss der Stadtverordneten.

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Das Dach der 30 Jahre alten Kita Spatzennest in Rheinsberg ist undicht und muss schnell saniert werden.

Quelle: Peter Geisler

Rheinsberg. Jetzt wird es ernst für Rheinsbergs Stadtverordnete: Sie müssen entscheiden, ob die Kita Spatzennest saniert oder gänzlich neu gebaut und dabei gleich erweitert werden soll. Seit Monaten wird über die Kita-Frage diskutiert – ohne allerdings die Kosten der beiden Varianten zu kennen. Erst jetzt hat das Rathaus den Abgeordneten eine Vergleichsrechnung zugeschickt. Demnach würde ein Neubau mit Erweiterung der derzeit 60 auf 100 Plätze rund 1,9 Millionenen Euro, eine Erweiterung auf 80 Plätze fast 1,7 Millionen Euro kosten. Vergleichsweise preiswert erscheint dagegen die Sanierung der Gebäude bei gleichzeitiger Erweiterung auf 80 Plätze. Dafür hat das Rathaus 775 000 Euro veranschlagt.

Schwochow: Die Verwaltung hat wieder Zeit verschenkt.

Aus Sicht von Hans-Georg Rieger kommen die Daten zu spät. Der Vorsitzende des Rheinsberger Sozialausschusses hatte gehofft, dass darüber schon der Fachausschuss in der vergangenen Woche hätte diskutiert können. „Die Fachausschüsse haben doch eine Filterfunktion, damit die Diskussionen bei der Stadtverordnetenversammlung nicht so lang werden.“ Doch Vize-Bürgermeister Andreas Neubert verwies am Montag darauf, dass die Vergleichsrechnung von den Stadtverordneten angefordert wurde – und nicht vom Sozialausschuss. Deshalb hat das Rathaus die Daten erst jetzt zur Vorbereitung der Stadtverordnetenversammlung am Montag, 13. Juni, rausgeschickt. Frank-Rudi Schwochow findet das falsch. „Damit hat die Verwaltung wieder Zeit verschenkt“, sagte der Chef der Fraktion BVB Freie Wähler/FDP. Dabei müsse schnell gehandelt werden. Denn die Kita hat ein undichtes Dach, durch die Decke tropfender Regen musste bereits wiederholt mit Wassereimern aufgefangen werden (die MAZ berichtete). Zudem ist Schwochow die Vergleichsrechnung zu dünn. Fehlen doch in dem Papier Aussagen, wann, an welchen Stellen und mit wie viel Geld die Kita Spatzennest in den vergangenen Jahren bereits saniert wurde und welche Förderung jetzt bei einer Sanierung möglich wäre. Als äußerst ungünstig findet es Schwochow zudem, dass über die Kita als Letztes im öffentlichen Teil der Stadtverordnetenversammlung diskutiert werden soll. „Wir werden beantragen, dass der Punkt am Anfang der Sitzung beraten wird“, kündigte der Fraktionschef am Montag an.

Derweil feiert die Kita Spatzennest am Dienstag ihr 30-jähriges Bestehen. Zwischen 16 und 19 Uhr können sich Besucher auch die Räume der Einrichtung anschauen. Die Kita ist gut nachgefragt: 56 der 60 Kitaplätze sind belegt.

Von Andreas Vogel

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