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Rheinsberg: Kultur-Chef dringend gesucht

Offener Posten bei Kammeroper und Musikakademie Rheinsberg: Kultur-Chef dringend gesucht

Eigentlich wollte René Serge Mund nach gut zwei Jahren den Posten als Geschäftsführer von Kammeroper und Musikakademie in Rheinsberg schon Ende 2015 aufgeben. Doch die Suche nach einem neuen Chef für die gemeinsame Musikkultur-Gesellschaft zieht sich hin. Vor wenigen Tagen ist die geplante Wahl im Aufsichtsrat geplatzt.

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René Serge Mund führt die Geschäfte vorerst weiter.

Quelle: Peter Geisler

Rheinsberg. Die Suche nach einem neue Geschäftsführer für die Kammeroper und die Musikakademie in Rheinsberg wird schwieriger als gedacht. Ein Versuch, einen Chef für die gemeinnützige Musikultur Rheinsberg GmbH zu finden, ist gerade gescheitert.

Das Land Brandenburg hatte 2013 die Mehrheit an der Kammeroper und der Musikakademie übernommen und beide Einrichtungen unter dem Dach der neuen Musikkultur-Gesellschaft zusammengefasst. Den Chefposten hat zunächst René Serge Mund übernommen.

Der der aus Malta stammende Mund hat jahrzehntelange Erfahrung in der Leitung von Kulturbetrieben. Zuletzt war er geschäftsführender Direktor der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus, zu der das Staatstheater gehört. Zwei Jahre lang hat er schließlich die Rheinsberger Musik­kultur-Gesellschaft zum Laufen gebracht. Im Herbst dann erklärte der 68-Jährige seinen Rücktritt zum 31. Dezember (die MAZ berichtete).

Kandidat zog seine Bewerbung kurz vor der Wahl zurück

Kurz vor Weihnachten hat sich der Aufsichtsrat getroffen, um über Munds Nachfolge zu beraten. „Dort sollte sich auch ein Kandidat für das Amt des Geschäftsführers vorstellen“, sagt Stephan Breiding, der Sprecher des Kulturministeriums in Potsdam. Doch zu der geplanten Wahl kam es nicht. Der Bewerber habe kurz vor der Sitzung des Aufsichtsrates abgesagt.

Was der Ministeriumssprecher nicht sagt: Offenbar war die Kandidatur für den Chefposten derart umstritten, dass der Bewerber oder die Bewerberin ohnehin nur geringe Chancen im Aufsichtsrat hatte. Der Rückzug kam einer möglichen Ablehnung zuvor.

Voraussichtlich in der kommenden Woche wird der Aufsichtsrat erneut tagen, um zu beraten, wie es bei der Suche nach einem neue Geschäftsführer für die beiden wichtigen Kultureinrichtungen in Rheinsberg weitergehen soll.

Erst im vergangenen Jahr hatten beide Häuser neue Künstlerische Direktoren bekommen. Der Netzebander Theatermacher Frank Matthus hat dieser Aufgabe von seinem Vater Siegfried Matthus bei der Kammeroper übernommen. Die erfahrene Musikwissenschaftlerin Juliane Wandel trat das Amt im Sommer bei der Musikakademie an.

Geld fehlt für Sanierung von Gebäuden und Ausstattung

Ein offenes Geheimnis ist, dass es um die finanzielle Ausstattung der beiden Betriebe nicht gerade rosig bestellt ist. Während es bei der Kammeroper dank vieler Sponsoren noch ganz gut aussieht, kämpft die Musikakademie mit erheblichem Sanierungsstau. Das gilt sowohl für die Gebäude am Rheinsberger Schloss als auch für Instrumente und Ausstattung. Das Land hatte in der Vergangenheit mehrfach gefordert, Rheinsberg und der Landkreis müssten sich als Mitgesellschafter stärker engagieren und mehr Geld bereitstellen. Beide sehen sich dazu aber nicht in der Lage.

Laut Ministeriumssprecher Breiding hat sich René Serge Mund bereit erklärt, vorerst weiter die Geschäftsführung zu übernehmen.

Von Reyk Grunow

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