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Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg: Rau muss in den Aufsichtsrat
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg: Rau muss in den Aufsichtsrat
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17:11 05.08.2015
Bürgermeister Jan-Pieter Rau. Quelle: Peter Geisler
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Rheinsberg

Jetzt ist es offiziell: Rheinsberg wird künftig doch von Bürgermeister Jan-Pieter Rau (CDU) im Aufsichtsrat der 2014 gegründeten Musikkultur-Gesellschaft vertreten. Rau hatte sich lange gegen einen Sitz im Aufsichtsrat gewehrt, weil er schon die Stadt in der Gesellschafterversammlung der Firma vertritt, zu der Kammeroper und Musikakademie gehören. Er fürchtete einen Interessenkonflikt, wenn er als Aufsichtsratsmitglied sich selbst als Gesellschaftervertreter kontrollieren soll (die MAZ berichtete).

Letztlich bleibt Rau aber keine Wahl: Kommunalaufsicht und Innenministerium haben entschieden, dass er den Posten im Aufsichtsrat annehmen muss, weil es so in der Kommunalverfassung festgeschrieben ist.

Am Montag haben die Stadtverordneten deshalb ihre bisherigen beiden Aufsichtsratsmitglieder Walter Luy (CDU) und Sven Alisch (SPD) abberufen. Einen dieser Posten übernimmt künftig Rau. Er kann auch einen Mitarbeiter der Verwaltung als Vertreter delegieren. Wen er aussucht, kann Rau immer wieder neu entscheiden.

Auch Hans-Georg Rieger war im Rennen

Offen war, wer den zweiten Aufsichtsratsposten bekommt. Petra Pape von der gemeinsamen Fraktion Freie Wähler und FDP schlug ihren Fraktionskollegen Hans-Georg Rieger vor. Mehrere andere Abgeordnete stimmten für Sven Alisch. Uwe Witt (Linke) brachte sich selbst ins Gespräch.

Der Posten sei mit Repräsentationsaufgaben verbunden, gab Alisch zu bedenken; immerhin sei der Vertreter der Stadt zugleich stellvertretender Vorsitzender des Kammeroper- und Musikakademie-Aufsichtsrates. Dieses Amt würde doch dem Ortsbürgermeister von Rheinsberg am besten stehen, fand Sven Alisch und warb damit für sich selbst. Sieben der elf anwesenden Stadtverordneten stimmten am Montag schließlich für ihn.

Auch im Aufsichtsrat der Rheinsberger Wohnungsgesellschaft und der Stadtwerke Rheinsberg ist Jan-Pieter Rau künftig gezwungenermaßen Mitglied.

Von Reyk Grunow

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