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Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg: Sanierung kontra Umgehung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg: Sanierung kontra Umgehung
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00:18 15.05.2016
Mit Transparenten protestieren die Einwohner gegen die marode Mühlenstraße in Rheinsberg. Quelle: Foto: Aniol
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Rheinsberg

Die Mindestanforderung für die Mühlenstraße: Die marode Landesstraße in der Prinzenstadt soll zumindest soweit saniert werden, dass die benachbarten Häuser durch den Verkehr nicht mehr beschädigt werden und dass Menschen mit Behinderungen die Bürgersteige sicher nutzen können. Um das zu erreichen, soll die Stadt Rheinsberg direkt an die Landesregierung und den brandenburgischen Ministerpräsidenten herantreten. Außerdem soll die Kommune verlangen, dass die Erneuerung der L 15 in den Doppelhaushalt der Jahre 2017 und 2018 aufgenommen wird.

Diese Forderungen machte jüngst die Rheinsberger Fraktion BVB/Freie Wähler/FDP in der Stadtverordnetenversammlung auf – doch vergeblich. Die anderen Fraktionen wollten ihr in diesem Punkt nicht folgen. „Wenn wir durch Druck auf das Land die Instandsetzung kriegen, dann bekommen wir keine Entlastungsstraße für die Lkw mehr“, warnte der Rheinsberger Ortsvorsteher Sven Alisch. Denn zweimal für eine Strecke zahlen werde die Landesregierung sicher nicht. Der Gedankenaustausch für die ortsnahe Umgehung laufe indes, betonte der SPD-Politiker. „Seit zwei Jahren haben wir keine Informationen dazu bekommen, sind zu keinen Gesprächen eingeladen worden“, merkte Frank-Rudi Schwochow, Fraktionsvorsitzender von BVB/Freie Wähler/FDP, kritisch an. „Sie müssen mit offenen Karten spielen.“

Tatsächlich ist es im Moment eher ruhig zum Thema südliche Ortsumfahrung. Nachdem vor einiger Zeit die Einwohner wegen der vorbeidonnernden Sattelschlepper und anderer Mautflüchtigen die Probleme in der Mühlenstraße erneut ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerufen und so die Stadtverantwortlichen zum Handeln gezwungen hatten (die MAZ berichtete), scheint im Moment nicht viel zu passieren. Tatsächlich prüfe die Verwaltung gerade, was noch notwendig ist für den dritten Bauabschnitt der Entlastungsstraße, sagte Bürgermeister Jan-Pieter Rau auf MAZ-Anfrage. Parallel dazu würden genau darüber auch mit dem Infrastrukturministerium Gespräche geführt.

Für die beiden anderen Abschnitte der Umgehungsstraße, die an der B 122 in der Nähe des Bahnhofs beginnen, auf dem alten Bahndamm weiterverlaufen und auf der L 15 jenseits des Ortszentrums münden soll, gibt es bereits entweder rechtskräftige oder fast abschlussreife Pläne. Mit diesen hatte die Stadt bereits in den 1990ern begonnen.

Von Celina Aniol

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