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Rheinsberg: Schüler pflanzen Rotbuchen

Wiederaufforstung am Stadtrand Rheinsberg: Schüler pflanzen Rotbuchen

Im August hatte ein Sturm auf einer Rheinsberger Waldfläche gewütet. Etwa 60 große Bäume wurden umgerissen. Achtklässler aus der Stadt haben auf dem Areal am Dienstag 1000 junge Rotbuchen gepflanzt. Nun freuen sie sich darauf, die selbst eingesetzten Pflanzen wachsen zu sehen.

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Grünes Klassenzimmer Wald: Leoni Bonin (l.) und Emilie Hertzke setzen Rotbuchen.

Quelle: Frauke Herweg

Rheinsberg. Im Rücken zieht es schon. Doch Leoni Bonin und Emilie Hertzke versuchen dennoch, weiter Pflanzlöcher auszuheben. Die beiden 13-Jährigen haben ihre ersten 25 kleinen Rotbuchen im Rheinsberger Stadtwald schon gepflanzt. In wenigen Jahren werden die beiden Mädchen, die auf dem angrenzenden Fußballplatz regelmäßig trainieren, sehen, wie die Bäume gewachsen sind. Das sei doch irgendwie ein richtig gutes Gefühl, finden sie beide.

Voller Einsatz für den Stadtwald

Voller Einsatz für den Stadtwald.

Quelle: Frauke Herweg

16 Achtklässler der Rauschule pflanzten am Dienstag auf einer stadt­eigenenen Waldfläche 1000 junge Rotbuchen. Im August hatte ein Orkan unweit des Stadions gewütet – etwa 60 große Bäume waren umgerissen worden. Nachdem Berliner und Hamburger Schüler im September bereits das Kronenholz beräumt und einen Wildschutzzaun gebaut hatten, füllten Mädchen und Jungen aus Rheinsberg und Umgebung am Dienstag die vom Sturm gerissenen Lücken mit jungen Rotbuchen. „Das ist durchaus anspruchsvoll für die Kinder“, sagt die Rheinsberger Revierleiterin Annette Meckel. Das Ausheben der Pflanz­löcher ist eine ungewohnte, schwere Arbeit. Dennoch lädt Meckel gern zu einem Projekttag in den Wald ein. „Für Gemüt und Seele ist es einfach gut, wenn man mal mit den Händen in der Erde war.“

Die etwa 20 Zentimeter hohen Rotbuchen, die am Dienstag gepflanzt wurden, stammen aus dem Forstrevier Zechlin. Waldarbeiter hatten die Wildlinge dort aus der Erde geholt und die Stadt Rheinsberg hatte die Bäumchen für 200 Euro gekauft. „Das ist auch ein Stück Waldumbau“, sagt Meckel. Ganz bewusst hatte sich die Stadt gegen das Anpflanzen von Eichen entschieden – die Gefahr, dass die jungen Bäume dem Eichenprozessionsspinner zum Opfer fallen, ist einfach zu groß.

Pflanzloch für Pflanzloch arbeiteten sich die Schüler durchs Gelände

Pflanzloch für Pflanzloch arbeiteten sich die Schüler durchs Gelände.

Quelle: Frauke Herweg

Waldarbeiter halfen den Schülern, die kleinen Bäumchen in die Erde zu bringen. „Der Baum sollte gerade eingesetzt werden, die Wurzeln dürfen nicht geknickt werden“, sagt Meckel. Damit die Schüler wissen, wo die neuen Bäume wachsen sollen, hatten Waldarbeiter zuvor die entsprechenden Reihen mit farbigen Hölzern markiert.

Lehrerin Britta Seidel war von dem Arbeitseinsatz ihrer Schüler begeistert. „Wer hier mitmacht, muss mal etwas durchhalten“, sagt sie. Auf zwei Gruppen verteilt arbeiteten die Schüler auf zwei Flächen gegenüber der Feuerwehr und direkt am Stadion – insgesamt ein halber Hektar.

Im Rahmen des Bergwald­projektes lädt Meckel immer wieder Schüler in den Wald – die vorbereitenden Arbeiten für die Pflanzaktion etwa waren Teil dieses Projektes. Auch im nächsten Sommer werden Schüler auf einer Stadtwaldfläche wieder einen Wildschutzzaun errichten, vermutlich am Dolgower Damm.

Von Frauke Herweg

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