Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg: Schwerbehinderte sollen zahlen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg: Schwerbehinderte sollen zahlen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:17 10.10.2015
Rollstuhlfahrer haben es nicht leicht in Rheinsberg. Quelle: Christian Schmettow
Anzeige
Rheinsberg

Brüchige Straßenpflaster, gefährliche Ampeln und dennoch der volle Kurbeitrag: Rheinsbergs Behindertenbeauftragter Dieter Engler kritisiert den Entwurf für die künftige Kurbeitragssatzung. Das Papier sieht vor, dass Behinderte, die in Rheinsberg Urlaub machen, auch künftig den vollen Satz bezahlen sollen. Engler würde sich jedoch wünschen, dass Schwerbehinderte mit einem Behinderungsgrad von 100 Prozent komplett von den Beiträgen ausgenommen sind. Bei geringeren Behinderungsgraden soll der Beitrag gestaffelt sein. „Menschen mit Schwerbehinderungen können Rheinsberg derzeit nur eingeschränkt nutzen“, sagt Engler. Viele andere Städte würden bei Schwerbehinderten ganz selbstverständlich auf einen Kurbeitrag verzichten.

Einige Ampeln sind für Blinde nicht geeignet

„Die Innenstadt ist für Blinde ohne Unterstützung keineswegs begehbar“, kritisiert Engler. An eigentlich allen Fußgängerüberwegen fehlten taktile Elemente, mit deren Hilfe sich Blinde orientieren können. Die Ampel an der viel befahrenen Fontanepromenade ist nach Einschätzung Englers für Blinde „absolut untauglich“. Und auch Rollifahrer haben es auf den unebenen Pflastern schwer. Vor allem die Strecke von der Siedlung zum Bahnhof oder zum Discounter Lidl sei gefährlich, weil Rollifahrer eigentlich gezwungen seien, auf der Straße zu fahren – „absolut indiskutabel“.

Die Stadtverwaltung hatte die Erhebung eines Kurbeitrags für Behinderte am Montagabend im Bauausschuss gerechtfertigt. Behinderte Gäste seien „vollwertige Gäste“, hatte Kämmerer Andreas Neubert argumentiert. Auf ihre Kurbeiträge zu verzichten, hätte deutliche finanzielle Folgen. Schließlich fehlen ihre Beiträge dann bei den Aufwendungen für den Tourismus. „Wir müssten das dann aus eigener Tasche bezahlen.“ Neubert zufolge gab es jährlich bislang nur ein bis zwei Beschwerden über den Kurbeitrag für Behinderte. „Es ist nicht so, dass die Beschwerden im Stapel auflaufen“, so der Kämmerer.

Von Frauke Herweg

Neuruppin 42 Kitas bekommen Musikinstrumente - Bechliner Glockenspiel

Musikalische Früherziehung ist so wichtig wie die Muttersprache oder der Sport, findet die langjährige Leiterin der Rheinsberger Musikakademie, Ulrike Liedtke. Sie gewann die Sparkasse als Sponsor für 630 sauber gestimmte Glockenspiele. 15 davon bekam am Mittwoch die Kita Regenbogen in Bechlin.

10.10.2015

Im Drogenprozess um ein ehemaliges Mitglied der Neuruppiner XY-Bande gerät nun dessen vermeintlicher Komplize in den Fokus: Die Ermittler glauben, dass Torsten S. (34) die 500 Gramm Kokain besorgt und in ein Hotelzimmer in Berlin gebracht hat. Der Neuruppiner will indes lediglich Koffeinpulver zum Strecken des Rauschgiftes besorgt haben.

10.10.2015

Der Bungalowkomplex „Blauer Anker“ in Bork wird zum 1. November hin von etwa 50 Flüchtlingen bezogen. Danach werden bei Bedarf Plätze im Kinderferienlager nebenan belegt. Insgesamt werden in Bork bis zu 100 Flüchtlinge erwartet. Die nur 75 Einwohner sind darüber wenig begeistert. Selbst die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke hat eine ähnliche Meinung.

10.10.2015
Anzeige