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Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg: Sportförderung im Verbund
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg: Sportförderung im Verbund
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00:18 11.04.2016
Damit die marode Sporthalle in Flecken Zechlin saniert oder durch einen Neubau ersetzt werden kann, braucht Rheinsberg Geld. Dieses wird aber nur fließen, wenn die Stadt über ein Sportentwicklungskonzept verfügt. Quelle: Celina Aniol
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Rheinsberg

Den Touristen ist es egal, ob sie im Landkreis Oberhavel oder in Ostprignitz-Ruppin mit dem Rad, Kanu oder als Wanderer zu Fuß unterwegs sind. Für sie zählt allein das Angebot in seinem Urlaubsgebiet – ob die Laufstrecke nun in Menz, die Bootsanlegestelle in Fürstenberg oder der Radweg in Rheinsberg liegt, spielt für Außenstehende keine Rolle. „Touristisch sind wir mit Fürstenberg, Gransee und Zehdenick eine Region“, sagt der Rheinsberger Stadtentwicklungsreferent Thomas Lilienthal. Genau aus diesem Grund ist die Prinzenstadt jetzt eine Allianz mit den drei anderen Kommunen eingegangen und hat in dieser Woche gemeinsam mit ihnen eine integrierte Sportentwicklungsplanung in Auftrag gegeben. 10 000 Euro lässt sich Rheinsberg die Erarbeitung des Konzepts kosten, das im März kommenden Jahres vorliegen soll.

Um 2017 konkrete Handlungsempfehlungen aussprechen zu können und um zu sagen, wo welche Spielstätten saniert werden müssen und wo neue Angebote entstehen sollen, wird zuvor eine Bestandsanalyse vorgenommen. Am 9. Mai findet eine Begehung aller wichtigen Sportstandorte der Region statt. Daneben werden Bürger, aber auch Vereine, Schulen Kitas und touristische Anbieter nach Wünschen und Vorstellungen zur Sportförderung befragt. Genau heute werden dafür insgesamt 5350 vierseitige  Fragebögen an zufällig ausgewählte Haushalte in der sogenannten Quattro-Region verschickt. Flankiert wird diese Aktion durch eine Online-Befragung, bei der die Einrichtungen zum Zuge kommen. Bereits im Herbst sollen die Ergebnisse der Befragungen erstmals vorgestellt werden.

Neben der Bedeutung des Sportentwicklungskonzepts für den Tourismus, hebt Thomas Lilienthal auch die Relevanz des Papiers für die Rheinsberger hervor. Der Stadtentwicklungsreferent betont, dass der Erhalt oder die Neuerrichtung von Sportstätten, die vor allem von den Einwohnern der Region genutzt werden, maßgeblich von dieser Planung abhängt. Das Land als der größte Fördermittelgeber habe unmissverständlich klargemacht, dass solche Vorhaben fast ausschließlich nur noch dann finanziell unterstützt werden, wenn für sie eine umfangreiche Analyse der Gesamtsituation vorliegt. Genau das leistet ein solches Konzept, sagt Lilienthal. Als konkretes Beispiel nennt er die marode Turnhalle in Flecken Zechlin. 1,7 Millionen Euro braucht die Stadt für deren Sanierung oder Neubau. „Das Geld kriegen wir aber nur, wenn aus dem Konzept hervorgeht, dass die Halle wichtig ist.“

Von Celina Aniol

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