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Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg drängt auf mehr Verkehr
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg drängt auf mehr Verkehr
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12:59 14.05.2014
VBB-Chefin Henckel versprach Bürgermeister Rau, bald nach Rheinsberg zu kommen. Quelle: Andreas Vogel
Hennigsdorf/Rheinsberg

Demnach sollen die Busse morgens und abends regelmäßig zwischen Rheinsberg, Menz und Gransee fahren. "Das würde sicher 150 Autos sparen", so Lilienthal. Zum einen geht es dabei um Pendler, die zur Arbeit fahren. Zum anderen um Touristen. "Die interessieren sich nicht für Kreisgrenzen", so Lilienthal. Rheinsberg ist seit Jahren ein Touristenmagnet. Vor allem das Schloss, die Musikakademie und die Kammeroper locken mit ihren Veranstaltungen zuhauf Gäste an. Das Prinzenstädtchen hat dadurch mehr als 500.000 Übernachtungen pro Jahr. Mehr hat in Brandenburg lediglich die Landeshauptstadt Potsdam vorzuweisen.

Gleichwohl ist die Stadt mit ihren Verkehrsanbindungen unzufrieden: Die Bahn fährt in der Saison nach Rheinsberg, Busverbindungen nach Menz, Gransee und Fürstenberg in Oberhavel fehlen. Selbst nach Flecken Zechlin, dem größten Rheinsberger Ortsteil, fahren seit Mitte April an den Wochenenden und an Feiertagen keine Busse mehr. Nun will die Prinzenstadt gegensteuern. Erste "zarte Gespräche" mit Oberhavel wegen der Buslinie nach Menz gibt es bereits, bestätigte Bürgermeister Jan-Pieter Rau (CDU). Immerhin geht es lediglich um eine Verlängerung. Denn zwischen Menz und Gransee fahren regelmäßig Busse. Was fehlt, das ist die Anbindung von Rheinsberg. Die Stadt liegt nur zwölf Kilometer von Menz entfernt. Doch weil auf der Strecke die Kreisgrenze verläuft, fährt dort kein Bus. Denn jeder Landkreis organisiert den Busverkehr nur für sein Gebiet. Wie viel die Buslinie nach Menz kosten würde, das ist offen. "Wir haben noch kein Angebot bekommen", sagte Lilienthal. Die Stadt rechnet mit Aufwendungen von bis zu 10.000 Euro im Monat - und hofft auf Zuschüsse. "Es muss einen vom Schülerverkehr unabhängig finanzierten Busverkehr geben", betonte Bürgermeister Rau. Schließlich habe das Land eine Pflicht zur Daseinsvorsorge.

"Wir brauchen eigentlich mehr Geld", stimmte Susanne Henckel zu. Die 48-jährige Diplom-Ingenieurin für Stadt- und Verkehrsplanung ist seit März Chefin des Verkehrsverbundes. Doch trotz der sprudelnden Steuereinnahmen ist unklar, ob es mehr Geld für die Bahn- und Buslinien geben wird. Denn der Bund prüft gerade, ob er den Ländern weiterhin jährlich insgesamt 7,3 Milliarden Euro für den Öffentlichen-Personen-Nahverkehr (ÖPNV) zur Verfügung stellt. Zudem verhandelt die Bahn gerade mit dem Bund, ob und wie viel Geld es künftig noch für den Bau von Aufzügen an Bahnhöfen und die Sanierung von Bahnsteigen geben wird.

VBB-Chefin Henckel zeigte sich dennoch optimistisch. Denn die Zahl der vom Verkehrsverbund beförderten Fahrgäste ist seit 1999 um 283 Millionen gestiegen. "Das ist ein Plus von 27 Prozent", so Henckel. In Ostprignitz-Ruppin sieht die Lage jedoch anders aus: Im Landkreis wurden 2013 etwa 4,3 Millionen Fahrgäste mit Bus und Bahn beförder7 - 500.000 weniger als im Jahr 2009. Zurückzuführen ist das auf die gesunkene Schüler- und Einwohnerzahl.

Von Andreas Vogel

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