Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Rheinsberg im Keramik-Kaufrausch

21. Töpfermarkt Rheinsberg im Keramik-Kaufrausch

Schlicht oder üppig, grafisch oder geblümt, uni oder bemalt, rund oder eckig: Die Vielfalt beim Rheinsberger Töpfermarkt ist schon beim Schlendern und Schauen ein Genuss. Zehntausende Besucher gönnten sich am Wochenende einen Bummel durch die Innenstadt – und kauften fleißig ein.

Rheinsberg 53.098472172747 12.89130759043
Google Map of 53.098472172747,12.89130759043
Rheinsberg Mehr Infos
Nächster Artikel
Hubschraubereinsatz beim Töpfermarkt

Zum schwach werden: Die Kauflaune war – auch angesichts des Kaiserwetters – äußerst gut. Die Händler freut’s, die Kunden auch.

Quelle: Regine Buddeke

Rheinsberg. Angela Merkel hat sich entschuldigen lassen. Und etwas verpasst. „Wir haben sie eingeladen“, sagt Robert Franck, Mitorganisator des nunmehr 21. Rheinsberger Töpfermarktes, der Jahr für Jahr immer mehr Menschen in die Prinzenstadt zieht. Aus dem Kanzleramt sei indes ein Entschuldigungsbrief gekommen. Die Kanzlerin könne aus politischen Gründen nicht vorbeischauen, wünsche aber viel Erfolg. Der stellte sich am Wochenende ein – bei den Besuchern und auch bei den 95 ausstellenden Keramikern.

Schon das Kaiserwetter sorgt für rundum strahlende Gesichter. Dazu das überbordende Angebot an Keramik. Wer hier nicht schwach wird, wenigstens ein Stück zu erstehen, muss entweder blind oder völlig pleite sein. Rund oder eckig, uni oder geblümt, szenisch bemalt oder grafisch strukturiert, glatt oder geritzt, kunterbunt oder schlicht in schwarz-weiß: Die Farb- und Formenvielfalt ist schier unerschöpflich, sowohl beim Gebrauchsgeschirr als auch bei den künstlerischen Objekten. Aber Zurückhaltung war ohnehin nicht das, weswegen Zehntausende Gäste nach Rheinsberg gekommen sind. Kaufrausch ist angesagt. Marion Torke ist mit Freundin aus Berlin angereist und schleppt gerade die neuen Errungenschaften zum Auto. Sie ist fasziniert von der Vielfalt des Marktes. „Wir suchen nach schöner Gebrauchskeramik“, sagt sie und ist glücklich über das neue Bowlegefäß. Ein Wermutstropfen sei, dass sie im Stundentakt zum Auto wandern müsse. Die Parkdauer von einer Stunde sei nicht besucherfreundlich.

61eaf204-6f98-11e5-8c60-ed300212e888

Kaiserwetter und Menschenmengen: Zum 21. Rheinsberger Töpfermarkt ging es am Wochenende hoch her. Die Gäste kamen in Scharen zum Stöbern, Staunen und Kaufen. Bei der Vielfalt viel die Wahl mitunter schwer.

Zur Bildergalerie

Ingeborg Pape dekoriert gerade ihre Tassen. Die leuchtend blauen Verzierungen ziehen das Auge magisch an. „Glasurmalerei mit dem Malhörnchen“, erklärt sie ihre Technik. „Ich arbeite seit 45 Jahren mit Ton – da findet man immer wieder neue Techniken.“ Dem Rheinsberger Töpfermarkt ist die Berlinerin treu verbunden. „Ich bin seit 21 Jahren dabei“, sagt sie. Damit ist sie praktisch schon fast ein Maskottchen des Marktes.

Am Stand von Hans-Peter Meyer werden Geschichten erzählt. Der Mann aus Bischofswerda ist der Illustrator unter den Keramikern. Seine Gefäße zieren die Bremer Stadtmusikanten, Bilder vom Sängerkrieg auf der Wartburg, Fabelwesen, Szenen aus dem Mittelalter oder der griechischen Mythologie. Aber auch Fontane lümmelt sich da auf einer Tasse. Daneben ein tönernes „Bilderbuch für Verliebte“, aus dem Claire und Wölfchen, die Protagonisten aus Tucholskys Novelle „Rheinsberg“, herauslugen wie aus einem Bett. „Ein Duplikat meines Wettbewerbsbeitrages“, sagt der Künstler. Der stand nämlich in diesem Jahr unter eben jenem Motto.

Viele Keramiker beteiligen sich mit den unterschiedlichsten Kunstwerken: Da steht eine Nachbildung des Schlos­ses neben Meyers Bilderbuch, Claire und Wolf räkeln sich auf Vasen oder auch auf einem Memory. Die Beiträge sind im Keramikhaus in der Rhinpassage zu sehen. Dort findet auch das Schaudrehen statt. Heike Rabe, Weltmeisterin im Scheibendrehen, demonstriert, wie aus einem Batzen Ton eine Vase entsteht, während Christel Titze-Manigk Wissenswertes über das Handwerk berichtet. „Töpfer haben immer samtweiche Hände“, sagt sie schmunzelnd. „Ich weiß es, mein Mann ist einer.“

Von Regine Buddeke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg