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Rheinsberg kämpft für eine Abkürzung

Weg im Bullenwinkel Rheinsberg kämpft für eine Abkürzung

Nach einem Besitzerwechsel darf die Abkürzung im Rheinsberger Bullenwinkel nicht mehr abends genutzt werden. Zwar will die Stadt, die dort ein Wegerecht hat, deswegen nicht gleich vors Gericht ziehen. Durch Verhandlungen will sie dennoch erreichen, dass die Passage für Einwohner mindestens bis 22 Uhr passierbar ist. Doch die Gespräche gestalten sich schwierig.

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Der Übergang durch die Toreinfahrt im Rheinsberger Bullenwinkel darf im Moment nur tagsüber genutzt werden.

Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. Zehn, vielleicht sogar fünfzehn Minuten spart, wer von der Rheinsberger Altstadt in Richtung Friedrichszentrum geht und den Durchschlupf im Bullenwinkel benutzt. Das Problem ist nur: Die bequeme Abkürzung, die durch die Toreinfahrt eines Privathauses an der Ecke der Tucholsky- und der Langen Straße führt, ist im Winter nur von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Das findet der Stadtverordnete Hans-Georg Rieger (BVB/Freie Wähler) nicht in Ordnung.

Tatsächlich hat sich die Stadt ein Wegerecht ins Grundbuch eintragen lassen, als sie das Grundstück Ende der 90er Jahre verkaufte, sagt Rheinsbergs Bürgermeister Jan-Pieter Rau. Dieses gelte für 24 Stunden an sieben Tagen der Woche. „Es gibt aber immer wieder Zeiten, in denen der Durchgang entweder ganz oder zeitweise verschlossen war“, erzählt der Verwaltungschef. Meistens hing das mit Eigentümerwechseln zusammen.

So auch diesmal. Im Moment hängt ein Schild am Tor, das über die Winteröffnungszeit informiert, die drei Stunden kürzer ist als sonst. Die Stadt stehe nun in Verhandlung mit dem Besitzer, damit sich das wieder ändert, so Rau. Diese verlaufe zwar schwierig. Mit Kanonen auf Spatzen schießen will die Stadt aber vorerst nicht und klagt ihr Recht nicht gleich vor Gericht ein. „Obwohl wir das könnten“, betont der Bürgermeister. Eine durchgehende Öffnung der Durchfahrt will er ohnehin nicht erreichen. Bis 22 Uhr sollte man die Passage aber schon nutzen dürfen.

Von Celina Aniol

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