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Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg plant neues Kiez-Zentrum
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg plant neues Kiez-Zentrum
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00:33 13.07.2015
Bis zu 350 000 Euro soll der Umbau des früheren Kindergartens in der Stadion-Siedlung kosten. Quelle: Celina Aniol
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Rheinsberg

Rechts sind Häuser, links sind Häuser und dazwischen: ein totes Gebäude. Wie ein verwunschener Ort, der zum Leben erweckt werden soll, wenn die Zeit reif ist, steht mitten in der belebten Rheinsberger Stadion-Siedlung der ehemalige Kindergarten „Märchenland“. Noch ist das Gelände gut abgeschlossen und fast wie bei Dornröschen zugewuchert. Die Stadt ist aber dabei, Pläne für das Haus zu schmieden, aus dem so schnell wie möglich ein veritables Kiez-Zentrum mit Schuldnerberatung, Arbeitslosen-Antragsstelle sowie Bewegungs- und Vereinsangeboten werden soll.

Architektenwettbewerb ist vom Tisch

Ursprünglich wollten die Prinzenstädter einen Wettbewerb für die Nutzung des Gebäudes ausrufen. Davon nimmt das Rathaus nun Abstand. „Wir wissen, wie das Haus aussieht, wir wissen, was da rein soll, da brauchen wir keinen Architekten, der uns das noch einmal Schwarz auf Weiß beschreibt“, sagt Stadtentwicklungsreferent Thomas Lilienthal. Zudem komme der Abriss oder eine teure Umgestaltung der Hülle für die klamme Kommune nicht infrage. Deshalb werde Rheinsberg die kleine Variante wählen und die Ausbaupläne selbst vorantreiben. „Das Geld für den Wettbewerb, was nicht wenig wäre, stecken wir lieber in die Aufwertung des Umfelds“, so der Rathausmitarbeiter.

Bereits Ende dieses Jahres, spätestens im Frühjahr 2016 sollen die Umbauarbeiten beginnen. Wie viel Geld das Projekt verschlingen wird, hängt unter anderem davon ab, ob die Leitungen von Grund auf erneuert werden müssen und wie das Gebäude energetisch saniert wird. Mit einer Summe zwischen 275 000 und 350 000 Euro rechnet das Rathaus derzeit.

Fördergeld aus dem Städtebauprogramm „Soziale Stadt“

Finanziert wird der Umbau zu je einem Drittel von der Kommune, dem Land und dem Bund, da es sich dabei um ein Vorhaben innerhalb des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“ handelt. Dabei geht es um die Aufwertung der Stadionsiedlung, die als sozialer Brennpunkt gilt (die MAZ berichtete“. Derzeit prüfe zwar das Land noch das Konzept aus Rheinsberg. Doch das Rathaus geht davon aus, dass die Potsdamer keine Beanstandungen haben werden. Schließlich sei das Konzept in enger Abstimmung mit dem Land entwickelt worden, das auch schon die Summe von 750 000 Euro bis 2018 zugesagt hatte, so Lilienthal.

Mit einer Summe von bis zu 550 000 Euro rechnet er, wenn auch die Freiflächen, die sich noch im Privateigentum befinden, mit einem Mehrgenerationenpark samt Erlebnisspielplatz gestaltet werden sollen. Alles auf einmal wird die Stadt aber nicht stemmen können. Lilienthal geht davon aus, dass das Kiez-Zentrum mit Außenanlagen 2020 fertig sein wird.

Neben der Bauplanung beschäftigt sich der Stadtentwicklungsreferent auch mit der Frage, wer in das Zentrum später einziehen soll. „Wir haben mehr Bewerber als Platz, jetzt müssen wir schauen: Was braucht die Soziale Stadt, was brauchen deren Bewohner.“

Von Celina Aniol

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