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Ostprignitz-Ruppin Zurück in die Renaissance
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zurück in die Renaissance
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00:30 19.03.2018
Farbe blättert von den Wänden, der Putz hat Risse. Viele Schäden im Inneren der Rheinsberger Kirche sind deutlich zu sehen. Quelle: Foto: Reyk Grunow
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Rheinsberg

Die alte Farbe muss runter. Je früher, umso besser. Nach Ostern soll die Innensanierung der Kirche von Rheinsberg endlich beginnen. Seit Jahren bereitet sich die Rheinsberger Gemeinde darauf vor. Trotzdem gab es bis zuletzt ein paar Unwägbarkeiten, aber auch die scheinen inzwischen ausgeräumt zu sein. Klar ist mittlerweile: Die Bauarbeiten im Inneren der St.-Laurentius-Kirche ziehen sich über zwei Jahre hin.

„Im ersten Jahr konzentrieren sich die Arbeiten auf den Chorraum, um zweiten auf das Schiff“, sagt Andreas Nisse vom Ingenieurbüro IBS in Hoppegarten, das die Sanierung im Auftrag der evangelischen Kirchengemeinde betreut.

Wegen der Bauarbeiten müssen die Rheinsberger in den kommenden beiden Jahren mit erheblichen Einschränkungen in ihrer Kirche leben. Immerhin bleibt sie weiter nutzbar. Gottesdienste und auch einige Veranstaltungen sollen dort trotz der Bauarbeiten stattfinden, auch wenn es eng wird.

Unmittelbar nach Ostern soll der Chorraum mit einer Plane vom Kirchenschiff abgetrennt werden. Im Chor können die Handwerker arbeiten, ohne dass der Staub bis ins Schiff dringt. Platz für Musiker ist dort dann allerdings nur noch auf der Empore.

Zu Pfingsten, am Sonnabend, 19. Mai, veranstaltet die Kantorei unter Leitung von Kreiskantor Uwe Metlitzky von dort aus ein Konzert mit Musikern aus der Region. Für viele andere Veranstaltungen reicht der Platz aber kaum aus.

Der Rheinsberger Bläserchor sucht für seine Konzerte nach Ausweichorten. Dabei hat die Musikkultur-Gesellschaft schon ihre Hilfe angeboten. Was genau auf der Baustelle möglich ist und was nicht, wird sich wohl erst zeigen, wenn die Arbeiten richtig in Gang kommen.

Rheinsbergs Kirche ist besonders, das gilt vor allem für die Innengestaltung. Sie stammt weitgehend aus der Zeit der Renaissance und ist in vielen Teilen so gut erhalten wie kaum irgendwo sonst in der Mark. Auch wenn die Malereien aus dem 16. Jahrhundert oft nur noch zu erahnen sind.

Zu DDR-Zeiten war das Innere der Kirche schon einmal renoviert worden. Damals hatte man die Wände mit wasserdichter Latexfarbe gestrichen – beinahe das Schlimmste, was dem jahrhundertalten Mauerwerk passieren konnte. Die Latexfarbe kommt jetzt wieder runter. „Wir wollen die Renaissancefassung wieder freilegen“, sagt Andreas Nisse. Das ist aufwändig und dauert lange.

Außerdem bekommt die Kirche neue elektrische Leitungen inklusive einer neuen Sitzheizung für die Kirchenbänke. Bänke und Empore werden aufgearbeitet und Schäden repariert. Das Geld für die Sanierung stammt zum großen Teil aus dem Leader-Programm der EU.

Von Reyk Grunow

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