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Rheinsberg wertet Stadionsiedlung auf

Bauarbeiten haben begonnen Rheinsberg wertet Stadionsiedlung auf

Die Rheinsberger Plattenbausiedlung ist als sozialer Brennpunkt bekannt. Jetzt beginnt die Stadt mit der Aufwertung des Gebiets. Das Großprojekt wird alleine in diesem Jahr weit über eine Million Euro kosten. Das ehrgeizige Programm: Sanierung von Kita, Sporthalle und Wohnhäusern, Errichtung eines Kiezzentrums und Rückbau von leerstehendem Wohnraum.

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Der Rückbau eines Wohnblockteils mit 40 Wohnungen in der Rheinsberger Siedlung Am Stadion hat begonnen.

Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. Eindringliches Klopfen hinter der Fassade des U-Blocks. Dann kracht es einmal und noch einmal. Das Echo in der Rheinsberger Stadionsiedlung ist ungewöhnlich laut, weil mittlerweile in allen Fensterrahmen des einen Flügels, der demnächst weichen soll, die Scheiben fehlen.

Seit Anfang April sind Bauarbeiter dabei, einen Teil des Wohngebäudes in der Straße Am Stadion 26 bis 28 zurückzubauen und den U- in einen L-Block zu verwandeln. 40 Wohnungen der Rheinsberger Wohnungsgesellschaft Rewoge verschwinden auf diese Weise. Die erklärten Ziele sind laut Rewoge-Geschäftsführer Stephan Greiner-Petter die Leerstandsbekämpfung und die Aufwertung des Quartiers. Das Land unterstützt dieses Vorhaben mit etwa 200 000 Euro. 100 000 Euro bezahlt die Gesellschaft aus eigener Tasche. In einem Monat sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

1000 Fenster aus DDR-Zeiten werden ausgetauscht

Dieses Projekt ist nur eines, das zur Verbesserung des Lebens­gefühls im Bereich Am Stadion führen soll. Schon seit Jahren saniert die Rewoge dort nach und nach ihre Gebäude. In diesem Jahr will sie mehr als 1000 Fenster in rund 200 Wohnungen, die noch aus DDR-Zeiten stammen, gegen neue austauschen und die Fassaden von zwei Fünfgeschossern mit insgesamt 200 Wohneinheiten renovieren. Die Ausschreibungen für diese Arbeiten sind gerade beendet; noch im April erfolgen die Zuschläge.

Doch nicht nur die Wohnungsgesellschaft will dafür sorgen, dass die teils als sozialer Brennpunkt bekannte Plattenbausiedlung aufgewertet wird. Auch die Stadt hat sich in die Spur begeben. Dabei wird sie vom Land unterstützt, das die Kommune in das Programm „Soziale Stadt“ aufgenommen hat. Dadurch bekommt Rheinsberg finanzielle Hilfe bei seinen Bemühungen. Das erste Vorhaben, das darüber finanziert wird, ist der Einbau eines Fahrstuhls an der Dr.-Salvador-Allende-Grundschule. „Der Aufzug ist das erste aus dem Programm, was für alle sichtbar sein wird“, sagt Vize-Bürgermeister Andreas Neubert. Er rechnet damit, dass das Vorhaben, bei dem die Stadt 45 000 Euro ausgibt, bis Mitte des Jahres beendet ist.

Rheinsberg gibt 600 000 Euro für neues Kiezzentrum aus

Etwas länger werde es dauern, bis mit den Arbeiten fürs neue Kiezzentrum begonnen werden kann. Andreas Neubert geht davon aus, dass diese Ende 2016 starten können. Die Planung für den Umbau der ehemaligen Kindertagesstätte „Märchenland“ will die Stadt gemeinsam mit der Rewoge bewältigen. Nur bei speziellen Aufgaben wie der Berechnung der Statik, sollen externe Firmen hinzugezogen werden. Insgesamt wird das Projekt 600 000 Euro kosten, davon ist die Hälfte Fördergeld.

Auch jenseits von „Soziale Stadt“ investiert Rheinsberg 2016 viel Geld in das Plattenbaugebiet. Zum einen soll die dortige Kita „Spatzennest“ für 600 000 Euro saniert werden. Im Moment werde allerdings noch beraten, was genau gemacht werden soll. Außerdem steckt die Stadt 80 000 Euro in die Sanierung der Zweifeld-Halle. 40 000 Euro schießt die Dachdeckerfirma dazu, mit der sich Rheinsberg Ende 2015 nach einem langen Streit vor Gericht auf einen Vergleich geeinigt hatte. Das Gebäude ist für 1,4 Millionen Euro errichtet und 2008 eröffnet worden. Bereits vor ein paar Jahren ist der Schaden am Dach aufgefallen. Die Stadt geht davon aus, dass er durch Fehler beim Bauen entstanden ist. Den Vergleich hatte sie dennoch geschlossen, um endlich die Sanierung in Angriff nehmen zu können, so Neubert.

Von Celina Aniol

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