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Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg will Obermühle retten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg will Obermühle retten
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02:17 17.01.2016
Die Stadt will den Eigentümer der Obermühle zur Sanierung bewegen. Quelle: Celina Aniol
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Rheinsberg

Ein richtig schniekes Haus könnte die Rheinsberger Obermühle sein. Allein: So verfallen, wie das Gebäude am Rande der Altstadt und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schloss im Moment ist, braucht man viel Fantasie, um sich das vorzustellen. Eigentlich sollte zumindest das Dach bis Ende vergangenen Jahres gesichert werden. Passiert ist augenscheinlich aber immer noch wenig, nur die Dachabdeckfolie scheint neu zu sein. Die Folge: Regen, Schnee und Kälte gelangen nach wie vor ins Innere des denkmalgeschützten, mittlerweile aber auch ziemlich desolaten Hauses. Inwieweit sich der Eigentümer im Moment um die Änderung des Status quo bemüht, das konnte Kreissprecherin Britta Avantario am Donnerstag nicht sagen. Der Landkreis hat dem Besitzer der Immobilie im vergangenen Jahr Zwangsgeld auferlegt, dieses dann aber nach Gesprächen mit ihn wieder ausgesetzt (die MAZ berichtete).

Auch die Stadt Rheinsberg würde gern eingreifen. „Wie sehen die Gefahr, dass das Gebäude sonst vollends verfällt“, sagt Thomas Lilienthal, der kommissarische Bauamtsleiter von Rheinsberg. Bisher fehlen der Kommune aber laut Lilienthal die Möglichkeiten, den Eigentümer des Objekts in Bewegung zu bringen. Das soll sich aber ändern – und zwar dank neuen Sanierungszielen und einem Bebauungsplan, den die Stadt für das Gebiet Mühlenstraße, Lange Straße und Rhinstraße aufstellen will. Der Arbeitstitel ihrer Bemühungen: „Mühlentor – südliche Stadteinfahrt“.

Bauamtsleiter Thomas Lilienthal. Quelle: Peter Geisler

Darin könnte Rheinsberg einerseits eine Erhaltungsverpflichtung für die besonders wichtige Gebäude festschreiben; Verstöße könnten dann auch geahndet werden. Andererseits könnte die Förderhöhe bei Sanierung des Objekts steigen, wenn der Eigentümer bei Erhalt und Umwandlung der Obermühle Ziele verfolgt, die für die Stadt von besonderem Interesse sind. Dabei könnte es sich zum Beispiel um die touristische Nutzung des Hauses handeln. Bisher ist vorgesehen, dass in dem Gebäude Wohnen und Gewerbe untergebracht werden. Das Bauamt der Stadt sei gerade dabei, die neuen Ziele zu formulieren. Sie sollen im ersten Halbjahr 2016 konkret vorliegen und der Öffentlichkeit präsentiert werden. Gespräche darüber mit dem Besitzer der Obermühle habe die Stadt aber bislang noch nicht geführt, sagt Thomas Lilienthal. „Die Sanierung der Obermühle ist aber nur mit dem Eigentümer und nicht gegen ihn möglich.“

Ein weiteres Ziel der Verwaltung bei dem Vorhaben ist es, die viel kritisierte Verkehrssituation an der Mühlenstraße deutlich zu verbessern. Dabei verfolgt das Rathaus zwei Ideen. Zum einen will sie eine optimierte Lösung für die aktuelle Situation am Nadelöhr Mühlenstraße im neuen B-Plan festschreiben. Zum anderen will sie dem Bebauungsplan eine zweite Ebene hinzufügen. Diese stellt die Lage dar, wenn die geplante innerstädtische Entlastungsstraße errichtet ist – und soll auch nur dann zum Tragen kommen. Der Vorteil des Zwei-Ebenen-Modells, das laut Lilienthal erst seit Kurzem angewendet werden darf: Nach dem Bau der Umgehung muss die Stadt nicht noch einmal einen neuen B-Plan aufstellen. Stattdessen aktiviert sie nur die entsprechenden Paragrafen, die bis dahin keine Gültigkeit haben.

Auch an den Plänen für diese südliche Ortsumfahrung arbeitet das Rheinsberger Rathaus laut Vize-Bürgermeister Andreas Neubert derzeit. Es ist bei der Durchsicht der alten Planungen, die teils noch aus den 90er Jahren stammen. Der fehlende Umweltbericht für einen Teil der Strecke soll bald in Angriff genommen werden. Dieser wird zwar frühestens im Herbst fertig. Trotzdem will Rheinsberg schon im Frühjahr mit dem Land über das Projekt sprechen. Die Stadt erhofft sich Geld für den Bau aus Potsdam.

Von Celina Aniol

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