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Rheinsberg will Straße erneuern, Neuruppin nicht

Binenwalde Rheinsberg will Straße erneuern, Neuruppin nicht

Dass die Ortsverbindungsstraße zwischen Binenwalde und Braunsberg marode ist, ist seit Jahren bekannt. Nun gibt die Stadt Rheinsberg bekannt, dass sie einen Fördergeldantrag für den Ausbau ihres Teilstücks der Strecke stellen will. Neuruppin hingegen sieht andere Prioritäten beim Straßenbau.

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Die Ortsverbindung ist als Holperpiste bekannt. Nun sieht zumindest Rheinsberg die Chance, ihren Teil der Strecke zu sanieren.

Quelle: Celina Aniol

Binenwalde/Braunsberg. Holprig geht es über diese Piste: Das knallgelbe Postauto springt kurz, als es Braunsberg in Richtung Binenwalde verlässt. Im weiteren Verlauf der Ortsverbindung muss der Wagen immer wieder mal kleineren Schlaglöchern, mal ganzen Schlaglochfeldern ausweichen, um heil ans Ziel zu kommen. Spaß macht es kaum, auf dieser Strecke Auto zu fahren – und gefährlich ist sie obendrein, wie ein schwerer Unfall im Jahr 2013 zeigte. Damals verfing sich ein Motorradfahrer in einer der Vertiefungen, stürzte und wurde schwer verletzt (die MAZ berichtete).

Überlegungen, die Straße zu sanieren, gibt es schon lange. Die Stadt Rheinsberg hat sogar schon Pläne für den Ausbau erarbeitet. „Die werden aber irgendwann so alt sein, dass sie nicht mehr zu gebrauchen sind“, merkt Frank-Rudi Schwochow an. Der BVB/Freie-Wähler-Mann drängt erneut darauf, dass die Verbindung in Angriff genommen wird.

Bisher ist das Projekt am Geldmangel gescheitert. Ein Förderprogramm hatte Rheinsberg bislang dafür nicht gefunden. Und auch mit dem Eigenanteil tat sich die Stadt schwer, denn das Vorhaben soll insgesamt 390 000 Euro kosten, wenn nur die Rheinsberger Teilstrecke mit ihren rund 1,4 Kilometern saniert wird. Jetzt könnte es allerdings einen Durchbruch geben. Die Stadt Rheinsberg will Hilfe aus dem EU-Leader-Förderprogramm beantragen. Bis zur nächsten Abgabefrist für die Anträge am 15. September schaffe es Rheinsberg trotz vorliegender Planung zwar nicht, so Bauamtsleiter Guido Brückmann. Bei der nächsten Frist im März könnte die Stadt aber dabeisein. Die Sache hat aber einen Haken: Die Prinzenstadt will den Antrag nur für das Teilstück auf ihrem Gemeindegebiet stellen; alles, was auf Neuruppins Gemarkung liegt, bliebe unberücksichtigt. Die Fontanestadt lehne den Ausbau der Straße am Rand der Kommune zwar nicht grundsätzlich ab, so Neuruppins Sprecherin Michaela Ott. Sie stellt aber auch klar: In Neuruppin haben andere Straßen eine höhere Priorität. „Wenn es der Stadt Rheinsberg gelingt, hierfür Fördermittel zu akquirieren, wäre dieses zu begrüßen.“

Das heißt allerdings nicht, dass dann die Stadt Neuruppin auf jeden Fall mitmacht. Denn Geld für die Sanierung der Straße ist im aktuellen Haushaltsplan nicht vorgesehen, sagt Baudezernent Arno Krohn. „Es waren bereits Mittelverschiebungen notwendig, um Straßen, die für den inner- und überörtlichen Verkehr eine wesentlich größere Rolle spielen, instandsetzen zu können.“ Jenseits dessen, was an Ausbau aus Neuruppins Sicht unbedingt sein muss, gebe es „zu unserem großen Bedauern“, so Krohn, im Moment keinen Spielraum für weitere Aktivitäten. Konkret ist das wohl eine Absage an den Ausbau der Straße.

Die Stadt Rheinsberg will noch vor dem großen Ausbau zumindest die schlimmsten Schäden beseitigen, kündigt indes der Rheinsberger Bürgermeister Jan-Pieter Rau an. Für solche Kleinreparaturen an Straßen und Wegen hat die Stadt ein Instandhaltungsbudget von jährlich 150 000 Euro. Wann das allerdings genau passiert, darauf will sich das Rathaus nicht festlegen.

Von Celina Aniol

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