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Rheinsberg will höhere Friedhofsgebühren

Pflegekosten enorm gestiegen Rheinsberg will höhere Friedhofsgebühren

Ein dickes Minus klafft in der Stadtkasse im Bereich der Friedhofsnutzung. Der Grund: Die Anlagen kosten deutlich mehr Geld als die Rheinsberger für ihre Nutzung bezahlen. Um das Defizit zu senken, will das Rathaus jetzt die Gebühren deutlich anheben – zum Teil um mehr als das Doppelte der aktuellen Preise.

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Gräber auf Rheinsbergs Friedhöfen sollen künftig mehr kosten.

Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. Ganz begraben will die Rheinsberger Verwaltung ihre erst Ende vergangenen Jahres beschlossene Friedhofsgebührensatzung nicht. Es bleibt bei der grundsätzlichen Entscheidung, dass die Preise für ein Begräbnis oder die Nutzung der Trauerhallen auf den städtischen Friedhöfen in allen Ortsteilen gleich sind. Und doch soll es bald wieder eine deutliche Änderung des Papiers geben. So will es das Rathaus.

Die Reform der Satzung betrifft die Zahlen. Auf die Rheinsberger kommt erneut eine gewaltige Preissteigerung zu, wenn es die Stadtverordneten beschließen. So soll laut dem Vorschlag aus der Verwaltung die Nutzungsgebühr für ein Einzelgrab von 702 auf 1157 Euro steigen. Noch heftiger fällt die Erhöhung bei einem Doppelgrab aus: In diesem Fall sollen die Nutzer statt 1637 Euro künftig knapp 2700 Euro bezahlen. Die Erhöhung zieht sich diesem Trend folgend durch alle Arten von Gräbern.

Nachkalkulation brachte die Wahrheit ans Licht

Der Grund für die Steigerung ist , dass die tatsächlichen Kosten für die Unterhaltung der Friedhöfe deutlich höher ausfallen als die Einnahmen durch die Gebühren. Das hat das Rathaus jetzt bei einer Nachkalkulation festgestellt. So hat die Stadt im Jahr 2013 rund 65 700 Euro für die Arbeiten an den Anlagen ausgegeben, aber nur 22 500 Euro in diesem Bereich eingenommen. Im Jahr 2014 klafft sogar noch eine größere Lücke: Da betrug allein das Minus knapp 62 000 Euro.

Warum die Kosten derart in die Höhe geschossen sind, erklärt Rheinsbergs Bürgermeister Jan-Pieter Rau so: „Wir haben den Pflegeaufwand verstärkt, was ja auch eine Forderung aus den Ortsteilen war, und genau das schlägt sich jetzt in den tatsächlichen Kosten nieder.“ Auch baut die Stadt die Friedhofsinfrastruktur aus, ergänzt Thomas Lilienthal, der kommissarische Bürgeramtsleiter, der auch für Friedhofsangelegenheiten zuständig ist. So gebe es jetzt vielerorts Wasserleitungen auf den Begräbnisstätten, wo zuvor nur Brunnen oder Pumpen im Einsatz waren. Auch das koste – und zwar immer mehr.

Große Investitionen sind nicht geplant

Laut Prognose werden die Ausgaben von 62 000 im Jahr 2014 bis auf 78 000 Euro steigen. Und das, obwohl derzeit keine groß angelegten Frischekuren auf den Friedhöfen anstehen. „Das Meiste von der Grundsubstanz haben wir im Griff“, sagt Rau. Eine Aufrüstung – etwa hin zu beheizten Trauerhallen, die mit Orgeln und Toiletten ausgestattet sind – komme nicht in Frage. Die geplante Gebührenerhöhung, so heftig sie ausfallen mag, ist indes eine Minimalvariante. Denn das Rathaus hat bei der Neukalkulation das Minus der vergangenen Jahre nicht mitberechnet. Wäre das passiert, würde ein Einzelgrab mit 2800 Euro und ein Doppelgrab mit 6500 Euro zu Buche schlagen.

Derzeit wird über das Thema in den einzelnen Ortsbeiräten diskutiert. Eine Entscheidung dazu sollen die Stadtverordneten Ende Oktober treffen.

Von Celina Aniol

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