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Rheinsberg will junge Künstler locken

Kulturförderung anderer Art Rheinsberg will junge Künstler locken

Die kleinen, gelben Zettel lassen eher an Büroalltag und Einkaufslisten denn an Kunst denken. Dass man auf sich auf Post-Its als Künstler dennoch wunderbar austoben kann, zeigt Leonid Kharlamow, der unlängst in der Stadtschreiberwohnung gastierte. Peter Böthig, der Kulturverantwortliche von Rheinsberg ist begeistert – und will nun regelmäßig junge Künstler einladen.

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Peter Böthig, Kulturverantwortlicher in Rheinsberg, bietet die Stadtschreiberwohnung nun auch als Bleibe für junge Künstler an – allerdings nur zwei Monate im Jahr.

Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. Kanariengelb, klein und klebrig – so sieht das Kunstmaterial von Leonid Kharlamow aus. Auf den Klebe-Notizzetteln: ein paar pointierte Striche, die als Illustration oder vielmehr Interpretation von Sätzen aus Kurt-Tucholsky-Werk dienen. „Diese auf Post-Its gezeichneten Miniaturen sind wirklich sehr witzig“, sagt Peter Böthig, Leiter des Rheinsberger Tucholskymuseums. „Trotzdem regen sie zum Nachdenken ein.“

Die Bilder im Büroformat sind Ende 2015 in Rheinsberg entstanden, beim Testlauf für eine neue Idee des Museumsleiters. Peter Böthig will die Stadtschreiberwohnung in den Monaten Dezember und Januar, wenn sie sonst leer steht, jungen Kunstschaffenden zur Verfügung stellen. Gemietet werden die Räume vom Ernst-Ludwig-Ehrlich-Studienwerk (Eles), einem Begabtenförderungswerk vor allem für jüdische Studierende, Promovierende und Künstler. Neben Leonid Kharlamow, der in Hamburg studiert, hat Alina Nosow von der Kunstakademie Karlsruhe das Angebot angenommen und in der Prinzenstadt an großen, aus Strümpfen hergestellten Puppen gearbeitet, da die Malerin in der Stadtschreiberwohnung auf Farbe und Leinwand verzichten musste. Beide Künstler seien trotz dieser Einschränkung und der dunklen Jahreszeit mit dem Aufenthalt und der Arbeitsmöglichkeit in Rheinsberg zufrieden, berichtet Museumsleiter Peter Bö­thig. Deshalb wollen er und das Förderwerk die Zusammenarbeit in diesem Punkt fortsetzen. Der Museumsleiter überlegt nun, wo und wann er die bei dem Gastbesuch entstandenen Arbeiten ausstellen kann. Spätestens im Juni, wenn Eles das zweite Kolloquium in Rheinsberg veranstaltet, sollen die Werke aber zu sehen sein.

Von Celina Aniol

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