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Rheinsberg Rathausbau: Stadtvertreter entscheiden über Vergleich mit Architekten
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18:46 25.09.2018
Der Architekt Peter Köster (2.v.r.) beim Richtfest im künftigen Rheinsberger Rathaus mit Bauministerin Kathrin Schneider im Jahr 2015. Quelle: Peter Geisler
Rheinsberg

Die Anwälte der Stadt Rheinsberg und des Architekten Peter Köster haben jetzt im Streit um Honorare für den Rathausbau eine Vergleichsvereinbarung erarbeitet. Das berichtete kürzlich Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) den Stadtverordneten. Sven Alisch betonte, dass die Abgeordneten Zeit brauchen, um das Papier gründlich studieren zu können. „Es geht um Hunderttausende Euro, über die mit einem Federstrich entschieden werden soll“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Bezahlt nach Regelung aus dem Jahr 2002

Aus Sicht des Rathauschefs ist der Vergleich für die Stadt sehr günstig. „Wenn wir jetzt einen neuen Projektbetreuer nehmen, würde es mindestens das Doppelte kosten“, sagt Schwochow auf MAZ-Anfrage. Diese Größenordnung bestätigt auch Köster. Denn die jetzt ausgehandelte Vereinbarung sieht vor, dass die Leistungen des Büros Köster nach der Honorarordnung für Architekten aus dem Jahr 2002 vergütet werden. „Das ist eigentlich der Wahnsinn“, sagt der Architekt. Denn seitdem habe es mehrfach Tarifsprünge bei der Entgeltregelung gegeben. Ein neuer Baubetreuer, den die Stadtvertreter mehrheitlich einsetzen wollen, müsste nach der neuen Honorarordnung bezahlt werden.

Fertigstellung spätestens 2020 vorgesehen

Bei dem Vergleich geht es sowohl um ausstehende Zahlungen aus der Vergangenheit, die der Architekt schon seit 2015 anmahnt, als auch um die Summe, die das Büro bis zur Fertigstellung des mehrere Millionen Euro teuren Gebäudes noch bekommen soll. Die Zeitspanne für den Abschluss des Projekts sei in dem Papier allerdings auf zwei Jahre beschränkt worden.

Vergleich unter Vorbehalt

Aufgrund der politischen Stimmung in der Stadt habe er dem Vergleich mit Köster indes erst unter Vorbehalt zugestimmt, so Schwochow. Er zielt dabei auf den Streit über den Prestigebau ab. Die Stadtvertreter sollen dabei das letzte Wort haben. Sie beraten über die Vereinbarung im nicht öffentlichen Teil der vierten Sondersitzung zum Rathausbau am 1. Oktober.

Architekt: Wir finanzieren das Gebäude mit

Den Vergleich sieht Köster als Nullsummenspiel für seine Finanzen. Denn die von seinem Büro gestellten Forderungen sind etwa doppelt so hoch. „Nach dem Vergleich arbeiten wir aber eigentlich nicht nur ohne Gewinn. Wir finanzieren das Gebäude sogar mit.“ Trotzdem geht er davon aus, dass die Stadtvertreter dem Papier nicht zustimmen werden.

Büro klagt, wenn Stadt Vergleich ablehnt

Er sei zwar nach wie vor verhandlungsbereit, sagt Köster, der bei dem Projekt vor über 20 Jahren Ideengeber war. „Aber die Spielräume sind schon sehr ausgezehrt.“ Bis Ende des Jahres haben die Stadtverordneten Zeit, dem Papier zuzustimmen. Wenn sie das nicht tun, werde er die Gesamtansprüche gegen die Stadt geltend machen, kündigt der Architekt an. Die Klage würde sich dann zwar formell gegen die Stadt richten, mental aber gegen einige Stadtvertreter, die ihn loswerden wollen.

Von Celina Aniol

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