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Rheinsberg Mühlenstraße: Ausschuss vertagt Beschluss
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00:19 13.07.2018
Triangelplatz in Rheinsberg: Auf welcher Seite des Platzes soll der Verkehr künftig entlang geführt werden? Quelle: Peter Geisler
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Rheinsberg

Soll der Verkehr auf der Rheinsberger Mühlenstraße weiterhin an der Remise entlang rauschen? Oder sollen Autos und Laster künftig an der anderen Seite des Triangelplatzes entlangfahren? Darüber hatten die Mitglieder des Bauausschusses am Montagabend beraten sollen. Doch sie verschoben einen Beschluss –zu schwierig erschien ihnen ein verkehrspolitisches Urteil. In einer Sondersitzung wollen sie zunächst einen Experten des Landesbetriebs Straßenwesen hören.

Bürgermeister Frank Schwochow hatte zuvor mehrmals appelliert, schnell zu entscheiden. Denn ohne einen Beschluss zur Verkehrsführung, fängt das Land nicht an, die Sanierung der maroden Straße zu planen. Schon im Dezember hatte Verkehrsministerin Kathrin Schneider zugesagt, das Projekt unterstützen zu wollen. „Jetzt müssen wir liefern“, so Schwochow.

Keine einfache Entscheidung

Tatsächlich ist die Entscheidung, ob der Verkehr künftig westlich oder östlich des Triangelplatzes vorbei läuft, nicht einfach. Beide Varianten haben Nachteile. Fahren Autos und Laster weiterhin an der Remise vorbei, wäre die von den Anwohnern gewünschte Verkehrsberuhigung in der südlichen Mühlenstraße nicht möglich. Rollt der Verkehr jedoch an der Seite des Triangelplatz vorbei, der jetzt eine Einbahnstraße ist, leiden noch mehr Anwohner unter Verkehrslärm. „Wir haben ein Dilemma“, sagt Schwochow.

Schwochow selbst würde dafür plädieren, den Verkehr weiterhin an der Remise vorbei rollen zu lassen. „Da wohnen die wenigsten Anwohner.“ Auch die Stadtverordnete Petra Pape (BVB/Freie Wähler) würde sich aus Lärmschutzgründen eine solche Streckenführung wünschen. Allerdings fordert sie auch eine Engstelle an der südlichen Mühlenstraße, um dort den Verkehr zu beruhigen. Beides ist jedoch nicht möglich. Weil die Mühlenstraße in einer Kurve um die Remise führt, wäre eine Engstelle im südlich Straßenabschnitt zu wenig einsehbar und damit zu gefährlich.

Umstrittene Empfehlung von Experten

Bereits 2007 hatte es einen Feldversuch zur künftigen Verkehrsführung auf der Mühlenstraße gegeben. Experten hatten damals empfohlen, den Verkehr auf dem jetzigen Einbahnstraßen-Abschnitt in Richtung Schlossstraße zu führen. Die Empfehlung war damals jedoch umstritten.

Anwohner der Mühlenstraße warnten davor, den Verkehr künftig dort entlang zu leiten. „Dieses Gutachten ist überholt“, sagte Gastwirt Andreas Endler. „Das Verkehrsaufkommen an Schwerlastern ist heute viel größer.“ Dennoch habe schon damals die beabsichtigte Verkehrsberuhigung im südlichen Teil der Mühlenstraße nicht funktioniert.

Plazikowski lehnt Entscheidung ab

Der CDU-Stadtverordnete Björn Plazikowski hatte eine Entscheidung zur künftigen Verkehrsführung abgelehnt. „Der Mühlenstraße ist in keiner Weise geholfen, wenn wir nun entscheiden, ob der Verkehr rechts oder links entlang geht“, sagt er. Wichtiger sei vielmehr, Druck beim Bau einer innerörtlichen Entlastungsstraße zu machen.

Beide Projekte müssten unabhängig von einander verfolgt werden, argumentierte dagegen Schwochow. Schließlich sei der Bau ein Entlastungsstraße erst in 15 Jahren realistisch. Zuvor jedoch müsse die marode Mühlenstraße saniert werden.

Von Frauke Herweg

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