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Rheinsberg Ausstellung von Hobbymalern der Region eröffnet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Ausstellung von Hobbymalern der Region eröffnet
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15:55 28.01.2019
Die Lindower Hobbymaler Rosi und Achim Ernst am Gemeinschaftsbild der Dienstagsmaler des Rheinsberger Hauses – gezeigt wird die Schau im Kulturgutshaus Köpernitz. Quelle: Regine Buddeke
Köpernitz

Ein blaues Fenster mit üppig wuchernden Blumen davor strahlt in leuchtenden Farben. In­grid Parlow hat es aufs Papier aquarelliert. Eine kahle Weide und dürres Schilf recken sich vor dem tief verschneiten Schlabornsee in die Luft. Marina Ballerstedt hat mit ihrem Pastell die Kälte greifbar und die Einsamkeit spürbar werden lassen. Karin Brehe hat eine zartgrüne Frühlingslandschaft in die nasse Farbe gepustet. Und Hans-Joachim Schmidt, mit 85 Jahren der älteste der Ausstellenden, hat einen Blumenteppich gemalt, die Stängel ebenfalls bizarr gepustet.

So vielfältig wie die Motive, so vielfältig auch die Techniken. Und so vielfältig auch die Macher, die sie geschaffen haben. Allesamt eint die Dienstagsmaler und die vom Donnerstag: Sie haben die Kunst zu ihrem Hobby erkoren und treffen sich aller 14 Tage im Haus der Begegnung (HdB) in Rheinsberg, um diesem Hobby zu frönen. „Und natürlich wollen alle ihre Arbeiten auch einmal öffentlich zeigen“, erklärt Kursleiter Wolfgang Volkmann, der für die Schau den Förderverein des Kulturgutshauses Köpernitz gewinnen konnte. Am Sonntag wurde die Ausstellung eröffnet.

Kursleiter Wolfgang Volkmann (l.) mit Vereinschef Bernd Donner. Quelle: Regine Buddeke

Die erste Veranstaltung im Neuen Jahr stand unter dem Motto „Aus der Region für die Region – Bilder und Geschichte(n) im Gutshaus“. Den ersten Teil, den mit den Bildern, bestreiten die Hobbykünstler. „Landschaftsbilder“ heißt das Motto der Ausstellung. „Herr Volkmann hatte scheint’s an das ganze Gutshaus gedacht, als er die Ausstellung plante“, sagt Vereinschef Bernd Donner und schmunzelt. „Zumindest kam er mit einer Riesenmenge Bilder. Ich habe ihm dann den einzigen Ausstellungsraum gezeigt.“ Volkmann lächelt: „Wir haben dann entschieden, dass wir von jedem ein Bild ausstellen und gemeinsam ausgewählt, welches. Wir wollten ja unsere Vielfalt zeigen“, erklärt er.

Bei der Vernissage stellt er jeden Hobbykünstler und dessen Bild vor, erklärt die Abklatsch- und die Spritztechnik. Er spare nicht mit Kritik, sagt er, wenn ein Bild Schwächen hat. Denn auch wenn der Spaß an der Sache im Vordergrund stehe, wolle er doch, dass seine Schützlinge sich weiterentwickeln. Etwa sein ältester Schüler Hans-Joachim Schmidt. „Er kam zu uns, um einen Schicksalsschlag zu verarbeiten und hat stets dunkel gemalt. Jetzt habe ich ihn zum ersten Mal leuchtende Blumen malen sehen“, freut er sich.

“Schlabornsee“ heißt das Bild von Marina Ballerstedt. Quelle: Regine Buddeke

„Wenn Wolfgang Volkmann nicht so viel Power und Elan hätte, wären die Malgruppen gar nicht mehr da“, würdigt HdB-Leiterin Marianne Maronde. Und Bernd Donner kündigt an: „Ich habe Herrn Volkmann und seine Malkurse eingeladen, zum Tag der Gräfin bei uns eine Schau zum Thema Fontanes Frauen zu machen. Er hat gleich zugesagt. Das wird dann eine große Ausstellung“, verspricht er und überreicht dem Kursleiter als Inspiration ein Playmobil-Fontane-Figürchen.

Für die Vernissage-Gäste ging es im Anschluss weiter mit dem zweiten Teil des Mottos der Veranstaltungsreihe: Für Geschichte und Geschichten sorgte Carsten Dräger, Ortschronist im benachbarten Schulzendorf, der einen Vortrag über die Besiedelung seines Ortes mit Schweizer Kolonisten hielt.

Von Regine Buddeke

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