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Rheinsberg Neue Wege bei Ortsbeiratswahl in Basdorf
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15:07 13.03.2019
Der Ortsbeirat von Basdorf wird erstmalig nicht per Zettel, sondern in einer Versammlung gewählt. Quelle: Celina Aniol
Rheinsberg

Geheime Wahl? In Basdorf wird es diese im Mai unter Umständen nur teilweise geben. Zwar werden die Einwohner des kleinen Rheinsberger Ortsteils ihre Stimme für die Stadtverordnetenversammlung, den Kreistag und das Europaparlament nicht wie noch bis vor Kurzem im eigenen Ort abgeben können, aber doch wie gewohnt an der Urne oder per Brief. Wer aber in den Ortsbeirat einzieht, darüber werden die Wahlberechtigten allerdings erstmalig in einer Versammlung entscheiden.

Geheim oder offen, das ist in Basdorf die Frage

Die Basdorfer können sich dann auch kurzerhand entschließen, diese Wahl in offener Form durchzuführen. Allerdings muss dieser Beschluss gegen die geheime Abstimmung einstimmig ausfallen. Wann diese Versammlung stattfindet – ob kurz vor oder kurz nach den Kommunalwahlen am 25. Mai – das steht noch nicht fest. Damit die im brandenburgischen Wahlgesetz verankerte Versammlungsvariante zulässig ist, hat die Stadt Rheinsberg kürzlich extra für Basdorf ihre Hauptsatzung geändert.

Briefwahl bei den Basdorfern sehr beliebt

Schon im vergangenen Jahr gab es eine kleine Änderung. Weil es so wenige Wahlberechtigte in Basdorf gibt – beim anstehenden Urnengang sind es 21 –, wurde das Dorf dem Wahlbezirk Wallitz zugeschlagen. So mussten bei den Landratswahlen 2018 die Basdorfer entweder Briefunterlagen abgeben oder erstmals zum Wahllokal nach Wallitz pilgern. Für die Ortsbeiratswahl kommt diese Lösung aber nicht in Frage, da deren Mitglieder nicht per Post gewählt werden dürfen. Bei der Bundestagswahl haben aber mehr als Dreiviertel der Ortsbewohner genau diese Möglichkeit genutzt.

Wahllokal: ein zu großer Aufwand

Für die Basdorfer selbst scheint die Abstimmung in einer Versammlung kein Problem zu sein. Mehr noch: Sie haben selbst für diese Lösung votiert. „Der Vorschlag der Verwaltung traf sofort auf Zustimmung“, berichtet Ortsvorsteher Matthias Klenner. Jeder habe sofort eingesehen, dass der Aufwand zu groß ist, eigens wegen der Ortsbeiratswahl viele Wahlhelfer für die wenigen Wahlberechtigten und für viele Stunden zu verpflichten.

Sechs Wahlhelfer warteten auf fünf Wähler

Zuletzt haben 2017 sechs Wahlhelfer mehr als zehn Stunden auf die verbliebenen fünf Wähler in Basdorf gewartet, die nicht per Post abgestimmt haben. Die Posse aus dem kleinen Dorf machte im Netz die Runde durch die Republik. „Die fünf anrufen und auf eine Tasse Kaffee einladen, beschleunigt das Ganze ungemein“, kommentierte damals jemand etwas spöttisch. im Internet Andere machten sich Sorgen, dass das Wahlgeheimnis bei schlussendlich drei zur Wahl erschienenen Basdorfern keineswegs gewahrt wird. Auch bundesweite Nachrichtenportale berichteten über die Mini-Auszählung am Ende der Wahlhelfer-Schicht .

Kleiner Ort, großes Engagement

Dass der Ort klein ist, bedeutet immerhin kein kleines Engagement. Im Gegenteil. Die Mitglieder des Ortsbeirats von Basdorf haben jetzt schon ausgemacht, wer den älteren Wählern aus dem Dorf hilft, die vielen Briefwahlunterlagen durchzugehen. Und es gibt sogar Bewerber für den Ortsbeirat, berichtet Klenner, der ebenfalls erneut antritt. Selbstverständlich ist das nicht, sagt Wahlleiterin Christiane Winkelmann. „Es gibt bei uns etliche Ortsteile, in denen sich noch keine Bewerber gemeldet haben.“ Die Frist dafür läuft am 21. März ab.

Von Celina Aniol

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