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Rheinsberg Bau- und Finanzstopp am Rheinsberger Rathaus aufgehoben
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13:47 11.10.2018
An der Rathausbaustelle in Rheinsberg gehen die Arbeiten weiter. Quelle: Celina Aniol
Rheinsberg

Der Baustopp am neuen Rheinsberger Rathaus ist aufgehoben. Das teilte auf MAZ-Anfrage Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) mit. Die Stadtverordneten haben im Mai beschlossen, dass die Bauarbeiten unterbrochen werden sollen, bis die dritte Sondersitzung zu den Problemen auf der Prestigebaustelle der Prinzenstadt stattfindet. Diese wurde im September abgehalten, so Schwochow. Deshalb sei für ihn ab diesem Zeitpunkt entsprechend dem Beschluss der Baustopp beendet. Genauso verhalte es sich mit dem Geld: Die Stadtvertreter haben im Juni entschieden, alle Ausgaben für den Bau mit einem Sperrvermerk zu versehen. Bedingung für die Auszahlung war auch hier, dass eben jene Sitzung durchgeführt wird.

Arbeiten gehen weiter

Die Arbeiten auf der Baustelle, die zu großen Streitigkeiten unter den Verordneten geführt hat (die MAZ berichtete), seien inzwischen wieder angelaufen, berichtet der Bürgermeister. Im Moment kümmern sich Unternehmen zum Beispiel um Elektrik und die Datenkabel. Ob der Außenputz in noch vor dem Winter gemacht werden kann, das hänge von der Witterung ab. Was ziemlich sicher nicht mehr in diesem Jahr erledigt werden kann, sei der Einbau von Fenstern und Türen im rückwärtigen Bereich des Gebäudes.

Fenster und Türen können erst später eingebaut werden

Aufgrund der Beschlüsse durfte die Stadt diese nämlich lange nicht bestellen. Und die Lage am Baumarkt sei im Moment ohnehin unerfreulich für Bauherren: Aufgrund der guten Auftragslage befinden sich viele Firmen und Zulieferer an der Kapazitätsgrenze. „Jetzt sieht es so aus, dass sie nicht vor dem Frühjahr geliefert werden können. Wenn wir Pech haben, erst im Sommer“, sagt Schwochow. Das ist aus seiner Sicht besonders bitter, weil es dadurch schwierig sein wird, das Objekt winterfest zu machen.

Firmen sind verunsichert

Die Stadt sei ansonsten dabei, die ausstehenden Ausschreibungen vorzubereiten. Eine einfache Aufgabe, Unternehmen für das Projekt zu finden, sei es nicht. Die politischen Turbulenzen haben dazu geführt, dass Bauleute verunsichert sind und lieber andere Aufträge annehmen. „Die Firmen haben auch Angst, dass wir ihre Rechnungen nicht bezahlen“, erzählt der Rathauschef. Diesen Eindruck habe er versucht zu zerstreuen.

Stadt hat Geld beim Land beantragt

Er habe auch schon wieder Geld beim Land für das Programm Stadtsanierung beantragt, das zum größten Teil in den Bau des Rathauses fließt. Das durfte Schwochow nicht tun, so lange der Sperrvermerk im Haushalt bestand. Auf einen Termin für die Fertigstellung will sich Schwochow im Moment nicht festlegen. Im Juni ging er davon aus, dass der Bau bis 2020 dauern könnte, wenn der Sperrvermerk bestehen bleibt.

Von Celina Aniol

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