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Rheinsberg Drohender Baustopp auf der Rathaus-Baustelle
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Drohender Baustopp auf der Rathaus-Baustelle
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00:34 14.05.2018
Die problematische Rathaus-Baustelle in Rheinsberg. Quelle: Celina Aniol
Rheinsberg

Es sind gerade mal wenige Tage vergangen, seitdem die Handwerker auf der Rheinsberger Rathaus-Baustelle wieder arbeiten – schon droht erneut ein Baustopp. Die SPD hat einen Antrag gestellt, in dem sie die Niederlegung der Arbeiten fordert, bis die Stadtvertreter eine andere Entscheidung treffen. Diese soll unter anderem auf der Grundlage der Handakte zu dem Bau getroffen werden, die die SPD sehen will. Über diese beiden Forderungen sollten die Stadtverordneten eigentlich schon Anfang dieser Woche entscheiden. Dass sie es nicht taten, lag daran, dass die Sitzung beendet wurde, bevor sie zu diesem Tagesordnungspunkt vorgedrungen sind. Die SPD-Forderungen werden nun in einer Fortsetzung der Versammlung am 16. Mai behandelt.

Durch Stillstand würden sich Arbeiten erneut verschieben

Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) warnte indes davor, die Arbeiten zu stoppen. Er erinnerte daran, wie schwierig es ist, die Baustelle nach einer mehrmonatigen Pause wieder ans Laufen zu bekommen. Zum Erliegen kamen die Arbeiten, nachdem der Architekt Peter Köster aufgrund von Streitigkeiten mit der Stadt im Oktober die Arbeit niedergelegt hatte (die MAZ berichtete). Bei einem erneuten Stillstand drohe, dass die Fassade nicht – wie im Moment geplant – bis zum Spätsommer fertiggestellt werden kann, so Schwochow. Auch sei dann nicht sicher, dass die Fenster im Oktober eingebaut werden. Dann wäre die Baustelle ein Jahr länger nicht gut auf den Winter vorbereitet.

Bürgermeister befürchtet weiteren Schaden für die Stadt

„Es wäre ein verheerender Schaden für die Stadt, wenn die Arbeiten jetzt gestoppt werden“, so Schwochow. Und zwar nicht nur für das Gebäude, ergänzte sein Stellvertreter Daniel Hauke. Auch das Image der Kommune könnte einen erheblichen Schaden nehmen, wenn es das Acht-Millionen-Projekt wiederholt stockt. Dass Köster, der unter anderem über Geld mit der Stadt streitet, aktuell wieder eine größere Summe für das Vorhaben erhalten hat, wie Gerüchte besagen, bestreitet Schwochow. Die Verhandlungen über die Zahlungen, in die Anwälte involviert sind, laufen aber nach wie vor.

Stadtvertreter lehnen Arbeitsgruppe ab

Mit den Vorgängen die zu den großen Problemen auf der Baustelle geführt haben, haben sich die Stadtverordneten bereits mehrfach und umfangreich befasst (die MAZ berichtete). Damit sich ein solches Desaster nicht wiederholt, schlug BVB/Freie Wähler/FDP in der jüngsten Sitzung vor, eine fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe für das neue Rathaus zu bilden. Das lehnte die Mehrheit jedoch ab.

Info: Die Sitzung am Mittwoch, 16. Mai, findet ab 18.15 Uhr im Gemeinderaum Zühlen statt.

Von Celina Aniol

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