Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rheinsberg Neun Künstler bei Keramik-Symposium
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Neun Künstler bei Keramik-Symposium
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:58 11.09.2018
Werk von Karl Fulle. Der Rheinsberger Keramiker wird das Symposium gemeinsam mit Hendrik Schink leiten. Quelle: Regine Buddeke
Rheinsberg

Der große Arbeitsraum im Friedrichzentrum ist vorbereitet. Am Montag haben Christel Titze-Manigk und ihre Mitstreiter vom Förderverein Keramik in Rheinsberg den Raum hergerichtet. Neun Künstler aus aus Polen, Deutschland, Slowenien, der Ukraine und Österreich werden dort ab dem kommenden Sonnabend beim ersten Europäischen Keramik-Symposium Rheinsberg arbeiten.

Ziel des Symposiums ist es, Keramiker aus Europa zusammen zu bringen. Titze-Manigk und ihre Mitstreiter hoffen zudem, dass bei dem dreiwöchigen Arbeitstreffen Werke entstehen, die künftig Rheinsberg schmücken. Mit allen Künstlern ist vertraglich vereinbart, dass sie während des Treffens auch ein oder zwei Stücke erarbeiten, die einen Bezug zu Rheinsberg haben.

Steine aus Rheinsberg

Wie sich die Künstler mit Rheinsberg auseinandersetzen, ist völlig offen. Ein Künstler habe um Rheinsberger Keramikscherben gebeten, die er weiterverarbeiten wolle, sagt Titze-Manigk. Ein anderer wolle in Rheinsberg Steine sammeln, die fein verrieben als Farbkörper genutzt werden könnten. „Die Bezüge zu Rheinsberg können ganz vielfältig sein.“

Junge, aber auch erfahrene Künstler werden unter dem Motto „Rheinsberg in Europa – Europa in Rheinsberg“ zusammenarbeiten. Interessierte können mit den Künstlern bei einem Tag der offenen Werkstatt ins Gespräch kommen. Wer will, kann die entstandenen Arbeiten ab dem 14. Oktober auch in einer Ausstellung in der Remise anschauen. Titze-Manigk möchte die besten Stücke später in europäischen Keramik-Städte zeigen. Im österreichischen Gmünden etwa. „Wenn hochwertige Stücke entstehen, schicken wir sie auf die Reise.“

Viele Ideen für eine Keramikstadt

Der Förderverein Keramik in Rheinsberg will die Prinzenstadt als Keramikstadt etablieren. Das Symposium sei ein weiterer Schritt auf dem Weg dorthin, sagt Titze-Manigk. „Wir wollen Rheinsberg wirklich zu einer Keramikstadt machen, die man 365 Tage im Jahr erleben kann.“

Titze-Manigk könnte sich weitere Symposien in Rheinsberg vorstellen. Noch allerdings gibt es keinen Termin dafür. Titze-Manigk und ihre Mitstreiter haben noch viele weitere Ideen für eine Keramik-Stadt Rheinsberg. So könnte sich Titze-Manigk etwa vorstellen, dass Rheinsberg künftig „Artists in Residence“ beherbergt – Keramiker, die nach dem Vorbild der Rheinsberger Stadtschreiber einige Woche in der Prinzenstadt leben und arbeiten.

Skulptur in der Rhinpassage

Bislang gibt es in Rheinsberg mit seiner langen Keramik-Tradition nur eine Keramik-Skulptur im öffentlichen Stadtbild – die mehr als zwei Meter hohe Skulptur, die 2016 in der Rhinpassage aufgestellt worden war. Titze-Manigk würde sich noch viel mehr Keramik-Skulpturen im Stadtbild wünschen. In anderen Keramikstädten gäbe es auch Sitzmöbel oder Brunnen aus Keramik.

Die Rheinsberger Keramiker Karl Fulle und Hendrik Schink werden das Arbeitstreffen in Rheinsberg leiten. Fulle habe zuvor bereits zwei Mal das Symposium im thüringischen Römhild geleitet, sagte Titze-Manigk – eines der ältesten Keramiksymposien in Deutschland. Vor dem eigentlichen Symposium ist ein Kennenlernabend und eine Führung durch Schloss, Park und die Manufakturen geplant. Die eingeladenen Keramiker, hätten schon jetzt „den Kopf voller Ideen“.

Von Frauke Herweg

Nach der Sitzung ist vor der Sitzung: Die Rheinsberger Stadtverordneten ringen weiterhin um Aufklärung in Sachen Rathaus-Baustelle. Die dritte Sondersitzung hatte nicht die erhofften Ergebnisse gebracht.

14.09.2018

20 Jahre engagiert sich der Förderverein des Kulturgutshauses Köpernitz mittlerweile für das Haus und Regionale Geschichtsforschung. Dazu gab es beim Tag des offenen Denkmals eine eintägige Sonderausstellung „20 Jahre – in 20 Fundstücken“.

13.09.2018

Das Berliner Theater im Palais eröffnet die „Saisoneröffnung“ im Rheinsberger Schlosstheater, das sich künftig ganzjährig und spartenübergreifend öffnen will. Carl Martin Spengler und Ute Falkenau brillierten mit einer Otto-Reutter-Hommage.

12.09.2018