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Rheinsberg Musikkultur will 2019 mit neuen Ideen punkten
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10:00 13.12.2018
Georg Quander (l.), künstlerischer Direktor der Musikkultur Rheinsberg, und Geschäftsführer Thomas Falk stellten am Donnerstag das Programm für das Schlosstheater vor. Quelle: Peter Geisler
Rheinsberg

Knut Elstermann sei vielen ein Begriff, der bundesweit bekannte Filmkritiker und Moderator, der für Fernsehen, Radio und Zeitung arbeitet. Dass er aber auch ein Grundstück in Rheinsberg hat und ein Fan der Stadt ist, habe sich noch kaum herumgesprochen, sagt Thomas Falk, Geschäftsführer der Musikkultur Rheinsberg. Doch genau von dieser Verbundenheit soll sein Unternehmen und damit die Stadt nun profitieren.

Knut Elstermann hat neue Filmreihe konzipiert

Denn der Filmkenner hat eine neue Reihe „Kino im Theater Spezial“ konzipiert, die ab dem kommenden Jahr im Schlosstheater läuft. „Er hat Nummern in seinem Telefonbuch, von denen man nur träumen kann“, schwärmt Falk. Diese Kontakte habe Elstermann genutzt, um ein besonderes Programm für die Prinzenstadt zusammenzuschnüren, das am 23. Februar an den Start geht. In insgesamt vier Vorführungen, die Elstermann auch moderiert, beschäftigt sich der Kritiker 2019 mit dem für Rheinsberg wichtigen Kronprinzen Friedrich II., genauer gesagt mit der Darstellung des preußischen Herrschers in Filmen unterschiedlicher Zeiten.

Kammeroper tritt mit einem Neujahrskonzert in Berlin auf

Ebenfalls neu für die Musikkultur ist, dass die Gesellschaft sich nicht nur in der Region, sondern auch in Berlin präsentiert. So tritt die Kammeroper am 14. Januar mit einem Neujahrskonzert erstmals im Konzerthaus Berlin auf. Falk hofft, dass dadurch noch mehr Musikliebhaber aus dem Ballungszentrum auf das Rheinsberger Angebot aufmerksam gemacht werden und überlegt, es auf Hamburg auszuweiten.

Erfahrene Musiker, aber auch talentierter Nachwuchs

In der Prinzenstadt selbst ist das Programm des ersten Halbjahrs, das Falk gemeinsam mit dem künstlerischen Direktor Georg Quander und dem Leiter des Literaturmuseums Peter Böthig am Donnerstag vorstellte, wie gewohnt breit gefächert. Das Spektrum der Aufführungen im Schlosstheater reiche von zeitgenössischer Klassik über Jazz bis Folk und Pop, so Quander. Auftreten werden dabei erfahrene Musiker, exzellenter Nachwuchs, aber auch Kinder und Jugendliche aus der Region, die bei verschiedenen Projekten mitmachen.

Klimaforschung statt Literatur

In der Reihe „Literatur im Theater“, die in Kooperation mit dem Museum veranstaltet wird und bei so namhafte Persönlichkeiten wie der Politiker Gregor Gysi oder die Schauspielerin Mechthild Grossmann gelesen haben, wird es ebenfalls eine kleine Premiere geben. „Wir wollen über den literarischen Tellerrand gucken“, sagt Böthig. Dazu hat er Hans Joachim Schellnhuber eingeladen, der bis September Direktor des von ihm gegründeten Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung war. „Er ist ein genialer Forscher, der seine Thesen wunderbar erklären kann.“

Quander für künstlerischen Part beider Häuser verantwortlich

Falk und Quander betonen im Gespräch immer wieder, dass die bisherige Trennung der beiden Institutionen Kammeroper und Musikakademie so nicht mehr existiert. Und dass Quander für die künstlerische Ausrichtung beider Häuser steht. Felix Görg, der Januar neue Leiter der Musikakademie wird, soll sich indes vor allem um den pädagogischen Part der Einrichtung kümmern und in diesem Bereich neue Projekte entwickeln. Auch sonst soll es in Zukunft zusätzlich zu den am Donnerstag vorgestellten neue Formate und Kooperationen bei der Musikkultur geben. Welche, das ließen Falk und Quander noch offen.

Das Programm für das erste Halbjahr 2019 soll Anfang Januar vorliegen.

Von Celina Aniol

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