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Rheinsberg Geplantes Feuerwehrhaus in Gefahr
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00:22 09.11.2018
Flecken Zechlin braucht dringend ein neues Feuerwehrhaus. Die Hoffnung, dass dieses 2019 gebaut wird, schmilzt. Quelle: Celina Aniol
Flecken Zechlin

Der geplante Neubau des Feuerwehrhauses in Flecken Zechlin wackelt. Das hat am Montagabend der Rheinsberger Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow auf Nachfrage aus dem Ort deutlich gemacht. Zum Stolperstein bei dem Projekt könnte die Zeit werden – und die Frage, zu welchem Zeitpunkt der Bau starten kann.

Zusage lässt auf sich warten

Seit Wochen wartet die Stadt fieberhaft auf den Bescheid für Fördermittel vom Land. Dass dieses Geld fließt ist entscheidend, um bei dem 1,2 Millionen Euro teuren Projekt voranzukommen. Denn erst wenn dieses da ist, kann die Genehmigungsplanung in Angriff genommen werden (die MAZ berichtete). Bisher habe man den Rheinsbergern eine zeitnahe Entscheidung zugesichert, berichtete Schwochow in der Stadtverordnetenversammlung. Jetzt heiße es aber von der Investitionsbank des Landes Brandenburg, dass die Rheinsberger noch etwas länger auf die Zusage warten müssen. Die ILB entscheidet über die Vergabe der Landesmittel, wartet aber nach Aussagen Schwochows derzeit selbst noch auf diese.

Landesbank überlegt noch

Zudem sei noch unklar, wann die Stadt mit den Bauarbeiten beginnen kann. Bisher ist die Kommune davon ausgegangen, dass sie anfangen kann, sobald eine Baugenehmigung vorliegt. Damit rechnet Rheinsberg für Anfang des Jahres. Nach einem Mitarbeiterwechsel bei der ILB sei nun aber nicht mehr sicher, dass die Bauerlaubnis ausreicht, so der Rathauschef. Es könnte sein, dass die Stadt das Gebäude erst dann errichten darf, wenn auch die Veränderungen im Planungsrecht für den neuen Standort der Feuerwehr vom Landkreis bestätigt werden. Die Kommune rechnet damit, dass es erst im Juni soweit ist.

Späterer Baustart bedeutet das Aus

„Im Juni brauchen wir aber mit dem Bau nicht mehr anzufangen“, sagte Bauamtsleiter Daniel Hauke gestern auf MAZ-Anfrage. Denn dann werde es die Stadt nicht mehr schaffen, das Gerätehaus rechtzeitig fertigzustellen. Hauke und Schwochow rechnen mit zehn Monaten Bauzeit. „Ohne Puffer“, betont der Bürgermeister. Das Landesgeld muss aber bis Ende 2019 ausgegeben werden –und keinen Tag später. Das besage die strenge Richtlinie für das Förderprogramm.

Stadt kann keinen Druck ausüben

Mitte November wolle die ILB mit dem Ministerium abstimmen, wann der Bau nun beginnen darf, sagte Schwochow. Mit dem eventuellen Aufschub sei er zwar nicht einverstanden. Denn dieser würde bedeuten, dass das Haus in Flecken Zechlin zumindest vorerst nicht gebaut wird. „Aber ich kann keinen Druck auf die ILB ausüben.“

Stadtvertreter hat andere Informationen

Anders stellte CDU-Stadtverordneter Björn Plazikowski die Sache dar. Er habe mit der ILB kürzlich „ein wunderbares Gespräch“ geführt. Die Bank habe gesagt, dass die Bewilligung längst da wäre, wenn die Rheinsberger Verwaltung schneller gearbeitet hätte. Zudem warte sie noch auf Zuarbeit der Kommune. „Das Gespräch mit der ILB war so erfolgreich, dass sie jetzt mit uns nur noch schriftlich kommunizieren will“, kritisierte Schwochow. Die Bank habe das mit mehrfachen Nachfragen begründet, die den Eindruck erweckten, von der Stadt gestellt worden zu sein. Dass eine Zuarbeit aus Rheinsberg fehle, sei ihm indes nicht bekannt, sagte der Bürgermeister. „Wir haben alle Unterlagen eingereicht“, bestätigte Hauke. Und das Rathaus in diesem Jahr mit Hochdruck an dem Projekt gearbeitet.

 

Von Celina Aniol

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