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Rheinsberg Hoffnung für den Zug im Winter
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Hoffnung für den Zug im Winter
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00:33 07.05.2018
Seit 2016 fährt die Niederbarnimer Eisenbahn im Auftrag des Landes nach Rheinsberg. Quelle: Christian Schmettow
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Rheinsberg

Offenbar gibt es realistische Hoffnung, dass Rheinsberg bald wieder das ganze Jahr über mit dem Zug zu erreichen ist. Stadt und Landkreis fordern das seit Langem. Am Donnerstag gab es nach der Regionalkonferenz zum Nahverkehr in Neuruppin nun erste Gespräche zwischen Rheinsberg, Lindow, Vertretern des Verkehrsverbundes VBB und dem Land.

Seit Jahren fahren nur noch während der Touristensaison von April bis Oktober Bahnen nach Rheinsberg. Im Winter rollen die Züge der Linie RB 54 nicht. Aus Sicht des Landes gibt es dann viel zu wenige Fahrgäste. Die Landesregierung müsste den Zug bei der Niederbarnimer Eisenbahn-Gesellschaft bestellen, wenn die auch in der kalten Jahreszeit fahren soll. Doch das lehnte das Verkehrsministerium bislang als zu teuer ab.

In den vergangenen Monaten hatten Landkreis und Gemeinden den Druck für eine Verbesserung des Schienenverkehrs im Nordwesten verstärkt. Offenbar mit Erfolg. Vor zwei Wochen stellte Verkehrsministerin Katrin Schneider bei einer Gesprächsrunde in Neuruppin bereits in Aussicht, dass ein Winterbetrieb der RB 54 nicht mehr aussichtslos ist. Rheinsbergs Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow ist nach dem Treffen am Donnerstag noch zuversichtlicher.

Die Hürden für den Betrieb im Winter sind hoch

VBB-Sprecherin Elke Krokowski bestätigt, dass es dabei um „die Rahmenbedingungen für einen eventuellen Probebetrieb“ ging. Allerdings sei das Ergebnis völlig offen: Es wurden weder ein Starttermin noch sonstige Details vereinbart. Elke Krokowski deutet aber auch an, dass die Hürden hoch sind: „Der Ganzjahresbetrieb wurde nicht ohne Grund eingestellt.“

„Ich bin sehr, sehr optimistisch, dass es einen Probebetrieb geben wird“, sagt dagegen Schwochow. Er könnte es sich vorstellen, dass dieser noch zum Fahrplanwechsel in diesem Jahr starten und drei Jahre dauern wird. Festgelegt worden sei dazu aber noch nichts, räumt er ein.

Damit das Projekt ein Erfolg wird, müsse die Strecke attraktiver werden. „Im Moment ist es ein reiner Touristenzug“, sagt Schwochow. Das liege nicht nur an dem jahreszeitlich begrenzten Betrieb, sondern vor allem an den ungünstigen Fahrzeiten. „Wenn wir wollen, dass Berufstätige den Zug nutzen, dann darf die erste Bahn nicht erst um 9 Uhr morgens fahren.“

Die RB 73 könnte ein Vorbild für den Zug nach Rheinsberg sein

Er will sich zudem darum kümmern, dass die Strecke besser ausgelastet wird, und mit den Chefs von Hotels und Gesundheitseinrichtungen in der Region sprechen, unter welchen Voraussetzungen mehr ihrer Kunden auf die Bahn umsteigen könnten.

Ministerin Schneider hatte schon angedeutet, dass das Land die Kosten für einen Ganzjahresbetrieb kaum allein tragen wird. Vorbild für die RB 54 könnte die Vereinbarung sein, die es bereits für die RB 73 von Kyritz nach Pritzwalk gibt, so die Ministerin. Dort beteiligen sich die Kreise Ostprignitz-Ruppin und Prignitz und die Orte an der Strecke mit zusammen 350 000 Euro, damit der Zug weiterhin fährt.

Auch Schwochow glaubt nicht, dass der Zug in der kalten Jahreszeit für die Stadt umsonst zu haben ist. „Die Frage ist aber, wie die Beteiligung aussieht“, sagt er. Er könne es sich vorstellen, dass Rheinsberg seinen Beitrag auf eine andere Weise leistet als durch eine Überweisung. „Wir könnten zum Beispiel das Bahnhofsumfeld aufwerten.“

Von Celina Aniol und Reyk Grunow

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