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Rheinsberg Irene Galindo Quero ist neue Preisträgerin
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13:21 17.04.2019
Die Preisträgerin kann die Probe- und Konzerträume der Musikakademie Rheinsberg nutzen. Quelle: Peter Geisler
Rheinsberg

Die in Spanien 1985 geborene und jetzt in Berlin lebende Irene Galindo Quero bekommt den diesjährigen Berlin-Rheinsberger-Kompositionspreis verliehen. Die Auszeichnung wird von der Kulturverwaltung der Hauptstadt in Kooperation mit der Musikakademie Rheinsberg vergeben. Mit dem Preis sollen „das bisherige Werk der Komponistin ausgezeichnet und ihre weitere künstlerische Arbeit unterstützt werden“, heißt es aus Berlin. Queros Musik ist stark von Literatur, Sprachwissenschaften und Wahrnehmungstheorien geprägt.

Die Auszeichnung ist mit 10 000 Euro dotiert. Zudem stehen der Preisträgerin 4000 Euro für den mehrmonatigen Arbeitsaufenthalt in der Musikakademie zur Verfügung. „Sie bekommt Logis, Proberäume und ein Konzert in Rheinsberg“, sagt Akademiesprecherin Jannika Olesch. Sie kann sich aber auch entscheiden, für ein halbes Jahr nach Paris zu gehen.

Preisträger entscheiden sich für Rheinsberg statt Paris

Diese Variante haben die Ausgezeichneten in den vergangenen Jahren laut Olesch allerdings nicht genutzt. „Sie haben sich für Rheinsberg entschieden.“ Vielleicht wegen der Nähe zu Berlin, wo die Preisträger leben und arbeiten, mutmaßt die Sprecherin. Vielleicht aber auch wegen der Ruhe in der Prinzenstadt. „Hier kann man sich gut zurückziehen und arbeiten.“

Der Arbeitsaufenthalt soll dazu dienen neue Arbeitsvorhaben zu beginnen oder begonnene zu vollenden. Der Hofmeister-Musikverlag veröffentlicht ein kammermusikalisches Werk der Preisträgerin. In der Regel ist neben der Aufführung eines Werks der Preisträgerin in der Prinzenstadt auch ein Konzert in Berlin vorgesehen.

Preis will Frauen in der Branche stärken

Der seit 2006 verliehene Preis richtet sich ausschließlich an Frauen. „Man könnte ihn auch Komponistinnenpreis nennen“, sagt Olesch. Er verfolgt das Ziel, die Unterrepräsentanz von Frauen in diesem Bereich abzubauen. Das sei auch wichtig. Denn Komponistinnen haben es immer noch nicht einfach, meint die Mitarbeiterin der Musikakademit. „Sie werden oft nicht so beachtet, wie ihre männlichen Kollegen.“

Wann Irene Galindo Quero ihr Werk in Rheinsberg vorstellt, das steht noch nicht fest. Am 10. Mai präsentiert jedoch ihre Vorgängerin ihre Arbeit in der Prinzenstadt. Unter dem Titel „Bellxtrem“ führt Alexandra Filonenko, Preisträgerin des Komponistenpreises 2018, gemeinsam mit dem Ensemble Unitedberlin einige Werke im Schlosstheater auf, die sie in den letzten Jahren geschrieben hat und die sich in außergewöhnlicher Weise der Stimme und dem Wort widmen.

Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Karten gibt es in der Rheinsberger Tourist-Information.

Von Celina Aniol

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