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Rheinsberg Jüdisches Studienwerk kooperiert mit Rheinsberg
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10:34 31.05.2018
Das Studienwerk sieht Rheinsberg mit seinem Schloss als einen inspirierenden Ort für seine Stipendiaten. Quelle: Peter Geisler
Rheinsberg

Anstöße für einen neuen Blick auf Deutschland und auch auf Rheinsberg erhofft sich der Leiter des Literaturmuseums Peter Böthig von der Zusammenarbeit mit dem Ernst-Ludwig-Ehrlich-Studienwerk (ELES). Die Einrichtung der Prinzenstadt arbeitet seit 2015 mit dem Begabtenförderungswerk der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland. Seitdem veranstaltet Eles regelmäßig dort im Sommer ein Kolloquium für seine Studenten.

Gute Arbeitsbasis für Musiker, Filme- und Theatermacher

Das nächste findet vom 3. bis zum 6. Juni statt. „Rheinsberg ist ein Kulturort, ein inspirierender Natur- und Geschichtsort“, sagt Eva Lezzi, die sich beim Berliner Studienwerk um das Projekt kümmert. Daneben biete die Stadt mit den Räumen und der Ausstattung des Museums und der Musikkultur-Gesellschaft auch eine ausgesprochen gute Arbeitsbasis für Musiker, Filme- oder Theatermacher unter den Studenten.

Waren die Seminare in den vergangenen drei Jahren tatsächlich eher interdisziplinär aufgestellt, sollen diesmal nur Kunststudenten zum Zuge kommen, berichtet Böthig. Sie werden sich bei ihrem Kurs in Rheinsberg vor allem mit kreativen Prozessen und speziell mit dem Konzept der Vision befassen. Die etwa ein Dutzend Stipendiaten tagen in der Remise und übernachten in der Musikakademie, was die Ausdehnung der Kooperation auf die Musikkultur-Gesellschaft untermauert.

Stipendiatin liest aus ihrem Debütroman

Eingebettet in die Studienzeit ist diesmal die Lesung der Eles-Stipendiatin Nele Pollatschek am 5. Juni. In ihrem Debütroman mit dem Titel „Das Unglück anderer Leute“ erzählt die 1988 geborene Autorin turbulent, komisch und traurig von einer ost-westdeutschen Patchworkfamilie.

Neben den Kolloquien arbeitet das Museum auch noch auf einer anderen Ebene mit dem Studienwerk zusammen, das 2008 gegründet wurde. Im Winter, wenn die Stadtschreiberwohnung leer steht, vermietet Böthig die Räume an Eles, die dort eine „Kreativzeit in Rheinsberg“ für ihre Stipendiaten anbietet. Drei Künstler waren bereits da. Ob das Angebot in diesem Jahr erneut genutzt wird, stehe zwar noch nicht fest, so Eva Lezzi. „Wir halten an der Idee aber unbedingt weiter fest.“ Auch Böthig wäre froh, wenn die Kooperation bestehen bleibt. „Das ist eine Bereicherung für uns.“

Für die Lesung im Tucholskymuseum um 19.30 Uhr gilt freier Eintritt.

Von Celina Aniol

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