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Rheinsberg Kaum Vorfreude aufs Fest bei Brandopfer-Familie
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15:46 17.12.2018
Das Feuer hat so gut wie alle Habe der Heinrichsdorfer Familie Schwarz zerstört. Ob die Hausreste abgerissen werden müssen, ist immer noch offen. Quelle: Peter Geisler
Heinrichsdorf

Immerhin: Familie Schwarz hat jetzt quasi ein eigenes Dach über den Kopf. Denn die Heinrichsdorfer, deren Haus Anfang Oktober abgebrannt ist, durften vor einigen Wochen in die frühere Ferienunterkunft einer Bekannten nach Neuköpernitz ziehen. „Es ist schon gut, wenn man eigene vier Wände hat“, sagt Yvonne Schwarz, die nach der Katastrophe gemeinsam mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern zuerst in beengten Verhältnissen bei Familie unterkam. Die Freude auf Weihnachten wolle dennoch nicht richtig aufkommen. Denn all das, was Familien in der Adventszeit sonst rausholen, um die Vorfreude anzufachen, ist bei den Schwarzens nicht mehr da. Ersatz für die verbrannten Sachen will die Familie aber erst besorgen, wenn sie wieder klar sehen kann – und das kann dauern.

Es gibt noch immer keine Entscheidung, wie es weitergeht

Denn noch liege ihre Angelegenheit in den Händen der Polizei und müsse dann zur Staatsanwaltschaft. Erst wenn diese die Untersuchung abgeschlossen hat, werden die Versicherungen entscheiden, deren Gutachter ebenfalls immer noch prüfen. Yvonne Schwarz rechnet damit, dass das Prozedere noch Monate dauern wird. Umso dankbarer ist sie für die nicht nachlassende Hilfe ihrer Mitmenschen. „Manche haben ihre Sachen verkauft, um uns Geld zu geben – das ist überwältigend.“ Und notwendig. Zwar hat die Familie von den Versicherungen etwas Geld bekommen. Das liegt allerdings auf einem Sperrkonto, und darf nachweislich nur für Sachen im Zusammenhang mit dem Haus ausgegeben werden. Falls die Versicherungen sich am Ende doch nicht zuständig für eine Auszahlung fühlen, wird die Familie die Summe zudem zurückzahlen müssen.

Wiederbeschaffen statt Wünsche erfüllen

Die Gaben unter dem Weihnachtsbaum werden bei der Familie in diesem Jahr ebenfalls anders als sonst ausfallen. Die Kinder bekommen zum Beispiel elektrische Zahnbürsten. „So etwas rein Praktisches hätten wir ihnen sonst nicht geschenkt“, sagt die Mutter. „Es wird ein bisschen eine Wiederbeschaffungsmaßnahe statt der großen Wunscherfüllungsfeier sein.“ Und ein bisschen Angst davor, dass die schlimmen Erlebnisse an den Festtagen wieder hochkochen, hat die Familie auch.

Von Celina Aniol

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