Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rheinsberg 90 Jahre Rassegeflügelzüchter in Alt Lutterow
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg 90 Jahre Rassegeflügelzüchter in Alt Lutterow
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:28 16.12.2018
Geflügelzüchter in Alt Lutterow. Quelle: Peter Lenz
Flecken Zechlin

Wenn man sich die Geschichte des Ortes Alt Lutterow, einem Ortsteil von Flecken Zechlin anschaut, kommt man auch an der Geschichte des dortigen Geflügelzüchtervereins einfach nicht vorbei. Gegründet am 1. Juli1928, feierte der Verein am Samstag in der dorfeigenen Gaststätte seinen 90. „Geburtstag“.

Täglicher Bedarf an Lebensmitteln

Schon im Vorfeld verrät der Vereinsvorsitzende Mario Wehrbein ein wenig aus der langen Vereinsgeschichte. So war der eigentliche Zweck des Vereines eher am täglichen Bedarf an Lebensmitteln ausgerichtet und nicht wie heute an der Zucht und Erhaltung bestimmter Rassen.

Der Vereinsvorsitzende Mario Wehrbein. Quelle: Peter Lenz

Die Gründungsväter jener Zeit waren unter anderem Hermann Krüger und Paul Engel. Wie die meisten Vereine jener Zeit waren auch die Flecken Zechliner in den Kriegsjahren nur schwer in der Lage, eine vernünftige Vereinsarbeit auf die Beine zu stellen.

1955 neu organisiert

Dem Zuchtgedanken blieb man jedoch treu. Erst viel später, im Jahre 1955 orientierten sich die Mitglieder neu und gründeten auf Anraten des Kreisverbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter eine eigene Sparte, die der Kleintierzüchter. Somit war man eigenständig und bekam darüber hinaus noch Tierfutter über den Kreis.

1967 die erste Rassegeflügelschau

Damit wuchsen natürlich auch die Aufgaben der Sparte, und nach mehreren Jahren des Aufbaus und Züchtens besonderer Geflügelrassen startete 1967 die erste Rassegeflügelschau der Vereinsgeschichte.

. Quelle: Peter Lenz

Wie Mario Wehrbein aus den alten Dokumenten zu berichten weiß, war das damals alles andere als einfach. Es mangelte an Käfigen, einfachem Material, Sponsoren und nicht zuletzt an Preisrichtern.

Aber der Anfang gelang dennoch, und so gab es immer in der Zeit um den dritten Advent eine Rassegeflügelschau.

Fachvorträge und Besuche

Nachdem 1975 der Zuchtfreund Herbert Wehrbein den Vorsitz übernommen hatte, entwickelte sich die Sparte und seine Mitglieder auch in fachlicher Hinsicht weiter. Es gab Fachvorträge, Besuche anderer Vereine und natürlich auch eine stetig steigende Mitgliederzahl. Nach mehrfachem Wechsel an der Vereinsführung wurde die Sparte nach der Wende wieder zu einem eigenständigen Verein und damit neu ausgerichtet.

Felix Dziamski mit seiner Lockentaube. Quelle: Peter Lenz

Leider, so Mario Wehrbein wurde es danach nicht unbedingt leichter und besser. Viele Mitglieder kehrten dem Verein den Rücken, zogen fort und orientierten sich neu.

Die Tierzahlen erreichten einen Tiefpunkt, und Ausstellungen waren nicht mehr möglich. Ein schwerer Start für den damaligen Vereinschef Hartmut Winkelmann.

Florian Wehrbein. Quelle: Peter Lenz

Das es heute wieder vernünftige Vereinsarbeit gibt, ist nicht zuletzt dem heutigen Vorsitzenden Mario Wehrbein zu danken. 1996 übernahm er dieses Amt und übt es bis zum heutigen Tage aus. Wenn heute mehr als 15 aussteller wieder 204 Tiere zeigen, so ist es auch sein Verdienst.

Dem Verein gehören 15 Züchter an, darunter drei Jungzüchter im Alter von neun bis 15 Jahren.

Zuletzt nahmen die Zechliner am 2. Advent an der Leipziger Geflügelschau mit vier Züchtern und 28 Tauben teil. Bei dieser Rasseschau wurden sage und schreibe 44 000 Tiere ausgestellt.

Von Peter Lenz

Vermutlich am Dienstag reicht die Stadt Rheinsberg in Potsdam die Petition gegen Ablehnung des Zuschusses für ihren Bildungscampus ein. Kreistag hat jetzt den geplanten Bildungsfonds wieder gekippt.

17.12.2018

Knut Elstermann hat eine Filmreihe eigens für das Rheinsberger Schlosstheater konzipiert, die im Februar startet. Aber auch sonst wartet die Musikkultur-Gesellschaft mit vielen neuen Ideen auf.

13.12.2018

Neue Expertise zur Rheinsberger Rathausbaustelle geht von Kosten für Baumängeln in Höhe von 6000 Euro aus. Bürgermeister fordert schnelle Aufhebung des Baustopps, der die Stadt 650 000 Euro kosten soll.

15.12.2018