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Rheinsberg Gefahr in Verzug durch Astbrüche
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Gefahr in Verzug durch Astbrüche
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16:36 07.08.2018
In Linow beschädigte ein die Regenrinne des Feuerwehrhauses. Quelle: Celina Aniol
Rheinsberg

Ein mehrere Meter langer Ast sei kürzlich aus einer Pappe in Flecken Zechlin herausgebrochen und auf den Weg gefallen. Das berichtete Björn Plazikowski am Montagabend in der Stadtverordnetenversammlung. „Hätte jemand daruntergestanden, hätte er nicht überlebt“, so das Fazit des CDU-Vertreters. Problematisch sei das, weil es nicht der einzige Fall ist. Auch in Linow sei ein Ast vor Kurzem heruntergekracht, ergänzte CDU-Franktionschef Burkhardt Stranz. Das Dach und die Regenrinne seien dabei beschädigt worden. „Wenn der Schaden nicht rasch beseitigt wird, haben wir beim nächsten Regen eine Misere in der Fahrzzeughalle“, so der Ortsvorsteher von Linow.

Kritik an Arbeit des Bauhofs

Plazikowski sieht das grundsätzliche Problem darin, dass die Stadt in diesem Jahr zwei Mitarbeiter, darunter ihren Baumkletterer, entlassen hat (die MAZ berichtete). „Die Arbeit des Bauhofs ist sehr, sehr stark zurückgegangen“, so das Urteil des Christdemokraten. „Sie war bis Frühjahr 2018 sehr gut, danach nicht mehr“, sagte er und verwies zum Beispiel auf ungemähte städtische Flächen. Auch Stranz und Hartmut Winkelmann von der Linken berichteten von vielen unerledigten Arbeiten in anderen Bereichen.

Bürgermeister versteht Kritik nicht

Er könne die Einschätzung, dass die Leistung des Bauhofs in letzter Zeit nachgelassen habe nicht teilen, entgegnete Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow. Der BVB/Freie Wähler-Mann ist seit Januar im Amt. Und die Reparatur des Dachs in Linow sei mittlerweile veranlasst worden, berichtete Schwochow. Andere Probleme habe die Verwaltung im Blick, sie stehen aber schlicht weiter hinten in der Prioritätenliste. Oder aber, sie können aufgrund der finanziellen Lage nicht zeitnah erledigt werden. Das sei vielfach der Fall bei Straßenreparaturen.

Leichte Defizite da

Auf MAZ-Nachfrage gab Schwochow gestern allerdings zu, dass es derzeit doch leichte Defizite gibt. Der Bauhof könne mit zwei Mitarbeitern weniger nicht ganz so viel leisten. Und auch der absolute Baumexperte fehle ausgerechnet in einer Zeit, in der der Astbruch durch Trockenheit drohe. Andererseits seien mehrere andere Bauhof-Leute Forstwirte. Sprich: Sie können genauso gut den Zustand der Bäume einschätzen.

Stadt sucht neuen Baumkletterer

Zudem habe die Stadt die Stelle des Baumkletterers mittlerweile ausgeschrieben und auch mehrere Bewerbungen bekommen. Die Abgabefrist für die Unterlagen laufe aber noch. Schwochow rechnet damit, dass die Stelle ab September wieder besetzt werden kann.

Von Celina Aniol

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