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Rheinsberg Spendenbasar für Brandopfer aus Heinrichsdorf
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Spendenbasar für Brandopfer aus Heinrichsdorf
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01:15 27.10.2018
Kuchenbasar an der Allendeschule für die vierköpfige Familie aus Heinrichsdorf: Massen an Leckereien für viele spendable Abnehmer. Quelle: Privat
Heinrichsdorf

Gewusel wie am Gabentisch: Kaum waren die Kuchen auf den Tischen, langten die Kinder gierig zu – und das auch noch mit einem guten Gewissen. Denn der Kuchenbasar an der Rheinsberger Allendeschule hatte einen guten Zweck. Geld, das dabei eingesammelt wurde, floss zu hundert Prozent auf das Konto der Stadt für die Heinrichsdorfer Familie überwiesen, deren Haus am 9. Oktober vom Feuer vernichtet wurde und deren Sohn die Schule besucht, berichtet Annett Welzien.

Für jedes Kind einen Kuchen

Die Hilfs- und Spendenbereitschaft bei der spontan organisierten Aktion sei „überwältigend“ gewesen, so die Lehrerin. Die Idee dazu hatten gleich mehrere Eltern. Diese waren es auch, die für die Kuchen gesorgt und die den Stand mitbetreut haben. Manche haben sich dafür extra freigenommen. Dass so viele Backwaren feilgeboten wurden, habe auch an den Flüchtlingsfamilien gelegen. Diese haben neben Spenden für jedes ihrer Kinder einen Kuchen mitgeschickt. Also bis zu drei Stück. Und in der Mittagspause kamen sie noch einmal mit Köstlichkeiten aus ihrer Heimat vorbei.

Viele spendable Abnehmer

Abnehmer gab es ebenfalls mehr als genug: Eltern und Großeltern kamen mit Behältern vorbei. Die Leiterin der benachbarten Kita nahm gleich viele Stücke für alle Erzieher mit. Was noch übrig blieb, das wurde an der Rauschule angeboten. „Die Aktion hat alle unsere Erwartungen übertroffen“, so Welzien. „Mit den Einnahmen haben wir nicht gerechnet. Wie viel Geld dabei genau zusammengekommen ist, will sie nicht verraten. Es sei aber einen solchen Basar sehr hoher Betrag gewesen.

Geld bereits bei der Familie angekommen

Die gesamte Summe vom Konto der Stadt sei auch schon bei der vierköpfigen Familie angekommen, berichtet Rheinsbergs Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow. „Sie braucht es jetzt.“ Hilfswillige können aber weiterhin Spenden einzahlen. Verloren gehen werden diese auf keinen Fall. Denn er hat gehört, dass die Brandopfer später das Geld an die Kommune überweisen wollen, wenn sie von der Versicherung eine Entschädigung bekommen. Schwochow kann sich vorstellen, dass diese Summe dann in die Bürgerstiftung der Stadt eingezahlt wird. „Dann kommt das Geld allen zugute.“

„Es hätte für das ganze Dorf schlimm ausgehen können“

Der Schreck nach dem Brand, bei dem die Familie ihre gesamte Habe verloren hat, aber niemand verletzt wurde, sitzt tief – und zwar nicht nur bei den unmittelbar Betroffenen. „Wir sind alle froh, dass es an dem Tag relativ windstill war“, sagt Welzien, die ebenfalls in Heinrichsdorf lebt. „Sonst hätte es für das ganze Dorf schlimm ausgehen können.“

Spenden für die Familie können auf das konto der Stadt Rheinsberg bei der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin eingezahlt werden: IBAN: DE78 1605 0202 1001 0378 86, BIC: WELADED1OPR.

Von Celina Aniol

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