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Rheinsberg Pflanzenbörse im Naturpark
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Pflanzenbörse im Naturpark
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00:26 09.05.2018
Die Pflanzenbörse in Menz war gut besucht. Quelle: Cornelia Felsch
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Menz

Es ist Mai und wie in jedem Jahr drängen sich vor dem Menzer Naturparkhaus die Kleingärtner der Region mit Kisten und Kästen, um sich mit Tomaten-, Paprika-, Gurken-, Zucchini- und Kürbispflanzen zu versorgen. Der Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg (Vern) hat eine große Auswahl. Die Pflanzen sind in der Oderberger Gärtnerei Winter herangewachsen. Dorthin liefert der Verein das Saatgut historischer Sorten.

Nachdem es im vergangenen Jahr etwas Ärger gab, weil die Pflanzen bereits vor der angekündigten Zeit verkauft worden waren, kümmerte sich am Freitag Naturparkleiter Mario Schrumpf höchstpersönlich darum und gab um 13 Uhr das Startsignal.

Viele der Kunden sind etwas unsicher, denn die Auswahl ist groß. Rund 1300 Pflanzen gehen an diesem Nachmittag über den Verkaufstisch. „Welche Tomaten schmecken denn am besten?“ lautet die meist gestellte Frage an diesem Tag. „Das ist Geschmackssache“, sagt Vern-Mitglied Rudolf Vögel vom Landesamt für Umwelt. Manche mögen es rot, gelb oder lieber schwarz, behaart oder unbehaart, klein wie die Wildtomaten oder lieber groß. „Aber eins ist sicher“, sagt Rudolf Vögel, „am besten gelingen sie unter einem Dach oder im Gewächshaus.“

Auch Naturparkhausleiter Mario Schrumpf hat sich eingedeckt. Quelle: Cornelia Felsch

Unter den vielen Sorten gibt es aber auch freilandtaugliche. „Sehr beliebt ist zum Beispiel die Black Plum, eine Stabtomate, aber auch die kleinwüchsigen Exemplare sind sehr beliebt“, sagt der Experte. „In einem schlechten Sommer, in dem es viel regnet, kann man aber alles vergessen.“ Balkontomaten benötigen nach Aussage Vögels besondere Pflege, weil die Erde im Kübel schneller austrocknet. Wird dann gegossen, ist es oft zu viel Wasser und durch die Schwankungen platzen die Schalen der Tomaten auf.

Geheimtipps sprechen sich an diesem Tag schnell herum. Die Mexikanische Honigtomate ist leicht behaart und ganz lecker. Sie ist allerdings schon ausverkauft. Rudolf Vögel freut sich über die emsigen Kleingärtner. Denn nur durch den Anbau verschiedener Sorten in den Hausgärten kann es gelingen, dass alte Sorten nicht vom Markt verschwinden. „Noch besser ist es, wenn die Leute ihre Pflanzen selbst ziehen“, sagt er. „Das war früher generell so üblich, doch die Selbstversorgung aus dem eigenen Garten hat abgenommen und in den Supermärkten ist die Sortenauswahl geschrumpft.

Jörg Zellmer aus Neuruppin hat bereits zwei Pflanzen in seinem Pappkarton. „Bei mir geht es nach dem Geschmack“, sagt er. Double Rich heißt eine englische Sorte, für die er sich entschieden hat. Sie bekommt laut Beschreibung runde, rote Früchte, ist ertragreich und gut schmeckend. Die Goldene Königin aus Deutschland ist eine alte Liebhabersorte. Sie bekommt gelbe Früchte. Im deutschen Raum ist sie seit rund 100 Jahren sehr begehrt.

Auch Naturparkleiter Mario Schrumpf hat seine Kiste bereits gefüllt. Er freut sich vor allem darüber, dass der Verein auch Pflanzkartoffeln mitgebracht hat. Die sollte es eigentlich schon im März geben. Doch der Frost hat den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mario Schrumpf hat sich für die Blauen Schweden entschieden , eine alte Sorte, die höchstwahrscheinlich aus Südamerika stammt.

Von Cornelia Felsch

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