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Rheinsberg Nadelöhr soll schnell verschwinden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Nadelöhr soll schnell verschwinden
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19:13 28.08.2018
Die Rheinsberger leiden vor allem unter dem Schwerlastverkehr der Holzlaster, die durch die Mühlenstraße rollen. Quelle: Peter Geisler
Rheinsberg

 Das war eindeutig: Einstimmig hat sich der Rheinsberger Bauausschuss am Montagabend für das Konzept der Initiative „Wir – Bürger von Rheinsberg“ ausgesprochen, damit die Mühlenstraße sofort ausgebaut werden kann. Diese gilt seit gut 20 Jahren als das Nadelöhr, um mit dem Auto in die Prinzenstadt zu kommen.

Das wissen die Stadtverordneten. Gleichwohl scheiterten bislang alle Bemühungen, die Mühlenstraße auszubauen – zum einen, weil sich die Fraktionen untereinander nicht grün waren, zum anderen, weil die Mühlenstraße eine Landesstraße ist.

Verwaltung hat den Plan der Initiative übernommen

Doch nun scheinen sich in der Stadt alle einig zu sein: Alle Fraktionen stehen hinter dem Papier. Das Erstaunlichste dabei ist wohl, dass selbst Stadtverordnetenvorsteher Walter Luy (CDU) seinen Dauerstreit mit Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB-Freie Wähler) nicht fortführte, sondern am Montag erklärte: „Herr Schwochow, ich bin bei ihnen.“ Zuvor hatte der Bürgermeister erklärt, dass die Verwaltung das Konzept der Initiative 1:1 übernommen habe.

Einzig Jörg Möller (SPD) gab zu bedenken, dass weder die Abgeordneten noch die Initiative Fachplaner seien und das Papier deshalb vielleicht bei einigen Formulierungen leicht verändert werden sollte. Dagegen sprach sich Schwochow aus. „Wir sollten das Papier nicht verwässern, sondern knallharte Forderungen stellen.“ Sollten die Stadt und die Initiative „planerisch“ etwas schief liegen, würde sich der Landesstraßenbetrieb schon melden.

Verkehr über zwei Einbahnstraßen

Der überparteiliche Vorstoß sieht vor, dass zwei Einbahnstraßen entstehen. In Nord-Süd-Richtung soll der Verkehr weiterhin über die Mühlenstraße an der Remise vorbei bis zur Ecke Rhinstraße geleitet werden. In West-Ost-Richtung soll er künftig über die Rhinstraßen bis zur Berliner Straße fließen.

Ziel sei es, langfristig den Schwerlastverkehr aus der Innenstadt zu bekommen, sagte Gastwirt Andreas Endler von der Bürgerinitiative. Dazu sei der Bau einer weiträumigen Umgehungsstraße notwendig. Dem stimmten die Mitglieder des Ausschusses zu. Das letzte Wort zu dem Plan haben Rheinsbergs Stadtverordnete. Sie tagen am 17. September.

Von Andreas Vogel

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