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Rheinsberg Wohin steuert Rheinsberg bis 2030?
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18:52 09.10.2018
Das Konzept soll den Rheinsbergern helfen, die Stadt in die richtige Richtung zu steuern. Quelle: Peter Geisler
Rheinsberg

Das Papier sei so etwas wie ein Kompaß, der anzeigt, wohin die Reise für Rheinsberg geht. „Oder wie eine Vereinbarung für die Zukunft. Sie zeigt an, darauf haben wir uns geeinigt“, erklärte Katrin Heinz am Montagabend im Bauausschuss. Die Mitarbeiterin des weltweit tätigen Unternehmens EBP, das sich unter anderem mit der Regionalentwicklung beschäftigt, stellte dort das von ihrer Firma erstellte Integrierte Stadtentwicklungskonzept, abgekürzt Insek.

173 Ideen, um die Stadt zu verbessern

Darin geht es – so trocken der Titel klingen mag –um viel. Das Papier mit seinen über 80 Seiten beinhaltet nämlich nichts weniger als Gestaltungsstrategien der Kommune für so gut wie alle Bereiche des Lebens, und zwar bis zum Jahr 2030. Angehängt ist dem eine Tabelle mit 173 wichtigsten und thematisch geordneten Ideen, die die Stadt und ihre Ortsteile nach vorne bringen sollen. Insek ist allerdings nicht nur als Werkzeug für die tägliche Arbeit der Verwaltung und der Stadtvertreter gedacht. Kommunen müssen einen solchen Fahrplan mittlerweile unbedingt vorweisten, wenn die Fördergeld bekommen wollen. Bereits 2014 beschlossen die Rheinsberger Stadtverordneten deshalb, dieses Konzept erarbeiten zu lassen.

Altersstruktur, Ehrenamtler und Finanzen

EBP versucht bei dem nun vom Bauausschuss einstimmig angenommenen Insek-Entwurf einerseits zu bestimmen, wo Rheinsberg in vielen Bereichen steht. Dabei geht es um Bevölkerungsentwicklung und Altersstruktur genauso wie um Umweltschutz, ehrenamtliches Engagement, Kooperation mit umliegenden Kommunen oder die städtischen Finanzen. Darauf aufbauend, beantwortet das Papier die Frage, was die Rheinsberger bis zum Jahr 2030 erreichen wollen. Im letzten Schritt wird ausgeführt, wie diese Ziele in den nächsten zwölf Jahren verwirklicht werden können.

Konkrete Vorschläge sind Teil des Konzepts

Schon bei der Präsentation des Papiers verließ Katrin Heinz schnell die abstrakte Ebene. Nachdem sie die Stärken und Schwächen von Rheinsberg aufgezählt hatte, ging es flugs zu konkreten Ideen. Die mit Beispielen untersetzen Forderungen beziehen sich auf insgesamt sieben Bereiche. Dabei geht es darum, die Stadtqualität zu verbessern, mehr für Kultur, Tourismus und Freizeit zu tun, den Bildungsstandort zu stärken, die Ortsteile zu fördern, die Nachhaltigkeit weiter im Fokus zu behalten, den Wirtschaftsstandort voranzubringen sowie die Kooperationen mit Nachbarn auszubauen. Bei der Stadtqualität schlägt EBP zum Beispiel vor, die Anbindung des Bahnhofs an die Innenstadt zu verbessern, das verlassene Carmol-Gelände neu zu gestalten oder die Rhinpassage aufuzwerten. Bei der Wirtschaftsförderung schlägt das Büro vor, eine „Green Card“ einzuführen, die an Tourismusbetriebe vergeben werden soll, die sich das Thema Nachhaltigkeit auf die Fahnen schreiben.

„Alles drin, was uns alle bewegt“

„So ein Konzept ist wichtig“, sagte der SPD-Stadtvertreter Christian Halbeck nach der Vorstellung des Papiers, das noch von der Stadtverordnetenversammlung bestätigt werden muss. Denn nur mit Weitblick könne die Stadt den Spagat schaffen, sowohl für Jüngere als auch Ältere interessant zu sein. „Es ist alles drin, was uns alle bewegt“, sagte Stadtverordnete Petra Pape (BVB/Freie Wähler/FDP). „Wenn wir es alles schaffen würden, umzusetzen, und es der Haushalt hergibt, dann wären wir eine Top-Stadt.“

Von Celina Aniol

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