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Rheinsberg Erholungsorte wollen ihre Titel verteidigen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Erholungsorte wollen ihre Titel verteidigen
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12:35 30.08.2018
Rheinsberg bietet Touristen viel. Jetzt wird aber überprüft, ob das ausreicht, damit die Stadt staatlich anerkannter Erholungsort bleiben kann. Quelle: Peter Geisler
Rheinsberg

Rheinsberg will seinen Status „Staatlich anerkannter Erholungsort“ verteidigen. Zusammen mit der Kernstadt steigen auch Flecken Zechlin und Kleinzerlang in den Ring; die beiden anderen Teile der Stadt also, die ebenfalls den Titel tragen. Ernst wird es am 20. September. Dann kommt der Landesfachbeirat für Kur- und Erholungsorte in die Prinzenstadt und überprüft, wie sich dort die Angebote für Touristen in den vergangenen Jahren entwickelt haben. Danach entscheidet das Gremium, ob die drei Orte ihre Titel behalten dürfen.

Angebote für Gut- und Schlechtwettertage

Die Unterlagen für die Touristiker-Kontrolle habe die Stadt längst eingereicht, so Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow. Darunter auch Angebotsspektren für Gut- und Schlechtwettertage. Wie sich die Stadt sonst auf die für sie so wichtige Stippvisite vorbereitet, wisse Tourismusmanagerin Sigune Schmidt-Ulbrich. Diese ist aber derzeit nicht da. In der kommenden Woche beschäftigt sich auch der Tourismuswirtschaftsbeirat hinter verschlossenen Türen mit dem Vor-Ort-Termin.

Fast ausgeschlossen, dass alle Ortsteile den Status bekommen

Schwochow hofft sehr, dass die drei Ortsteile der Stadt ihre Titel behalten dürfen. Diese sind schließlich sowohl für die Vermarktung als auch für den Stadtsäckel wichtig, in den Einnahmen aus der Kurtaxe fleißen. Auch deshalb wurmt es den Rathauschef sehr, dass die gesamte Stadt nicht wie gewünscht zum anerkannten Erholungsort gemacht werden kann. „Wir sind eine Gemeinde, also sollte es eine Zertifizierung für alle geben.“ Das sei allerdings bislang abgewiesen worden. Schwochow geht auch nicht davon aus, dass das zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden kann. „Das Kurortgesetz wird sich noch einmal verschärfen.“ Tatsächlich überarbeitet das Land derzeit das Gesetz, das von 1994 stammt.

Stadt überarbeitet Kurtaxenregelung

Dass die anderen Ortsteile nicht den Status haben, wird vermutlich finanzielle Auswirkungen für Rheinsberg haben. Derzeit kassiert die Stadt in allen Dörfern Kurtaxe, gibt diese aber nur in den drei zertifizierten Orten aus. Schwochow schätzt das als juristisch zumindest problematisch ein. Derzeit überarbeitet die Stadt deshalb die Richtlinie. Sie rechnet künftig mit weniger Geld in diesem Bereich. Die Neuregelung zur Kurtaxe will Schwochow aber erst präsentieren, wenn feststeht, welche Orte tatsächlich ihre Titel verteidigt haben.

Von Celina Aniol

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