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Rheinsberg Stadt lässt Turnhalle liegen
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01:12 15.10.2018
Dass die Turnhalle in Flecken Zechlin saniert werden muss, ist den Rheinsbergern seit über einem Jahrzehnt klar. Quelle: Celina Aniol
Flecken Zechlin

50 000 Euro hat die Stadt Rheinsberg im diesjährigen Haushalt vorgehalten, damit Planer die Sanierung der Turnhalle in Flecken Zechlin vorbereiten können. Doch das Geld sei bisher nicht ausgegeben worden, gab Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) auf Nachfrage von Björn Plazikowski (CDU) im jüngsten Bauausschuss zu. Das habe mehrere Gründe.

Planer sind laut Stadt Mangelware

Zum einen habe die Stadt Probleme, Planer zu finden, die noch Kapazitäten für ein solches Großprojekt hätten. Immerhin wurde die Erneuerung der maroden Halle bislang auf etwa 1,7 Millionen Euro taxiert. Auch sei die Verwaltung derzeit nicht in der Lage, die dafür notwendigen Zuarbeiten zu leisten. Schließlich sei sie mit dem Bau der Feuerwehrhauses in Flecken Zechlin und des neuen Rathauses sowie den geplanten Umbauarbeiten an den beiden Schulen der Kernstadt, die kürzlich zum Bildungscampus fusioniert sind (die MAZ berichtete), mehr als ausgelastet.

Mitarbeiter gut ausgelastet mit angefangenen Projekten

Schon ohne die Turnhalle an der Grundschule Flecken Zechlin werden zusätzliche Mitarbeiter im Bauamt benötigt, erklärte der Rathauschef. In einem Brief an die Stadtvertreter hat Schwochow bereits um Aufstockung des Personals gebeten, bislang aber keine Antwort darauf bekommen, wie er kritisierte.

Bildungscampus soll statt 3,6 nun 4,6 Millionen Euro kosten

Zum anderen sei weiterhin offen, wie die Stadt das Projekt finanzieren will, so Schwochow. Denn alleine mit der Schaffung des Bildungscampus sei eine große finanzielle Verpflichtung eingegangen worden. Zumal nach aktuellen Berechnungen die bislang auf 3,6 Millionen Euro geschätzten Kosten für die Umbauarbeiten nun auf 4,6 Millionen Euro gestiegen sind.

Die plötzliche Erhöhung des benötigten Etats, der bis 2021 ausgegeben werden soll, sei auf die marode Elektrik in den Gebäuden zurückzuführen, die bisher nicht unter die Lupe genommen wurde. „Die Leitungen sind in einem katastrophalen Zustand“, sagte Schwochow später auf MAZ-Anfrage. Wenn Rheinsberg nun auch noch gleichzeitig die Turnhalle in Flecke Zechlin in Angriff nehmen würde, „dann steht die Liquidität der Stadt in Frage“.

Geld für Planung soll 2019 zur Verfügung stehen

Plazikowski bemängelte, dass Schwochow seine Forderung nach mehr Mitarbeitern nicht mit konkreten Kosten unterlegt. Er stellte zudem in Frage, dass die von Schwochow behaupteten Etatprobleme existieren. Er traue seinen und den Ausführungen des Kämmerers dazu nicht, so der Flecken Zechliner. Er stellte den Antrag, dass das Geld für die Turnhallen-Planung ins nächste Jahr gerettet wird.

Von Celina Aniol

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