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Rheinsberg Stadt packt Parkplatz-Probleme an
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01:15 14.03.2019
Weil der Parkplatz an der Rhinstraße nun gebührenpflichtig ist, parken die Autofahrer jetzt öfter in den benachbarten Straßen. Quelle: Peter Geisler
Rheinsberg

Stundenlanges Parken ohne Reue, sprich: ohne ein Knöllchen zu bekommen? Das ist in der Rheinsberger Mühlenstraße nicht mehr möglich. Die Stadt hat das System auf dem Triangelplatz geändert: Autofahrer dürfen dort ihren fahrbaren Untersatz nur noch eine Stunde lang abstellen, ohne gegen die Regeln zu verstoßen, berichtet Andreas Plath vom Ordnungsamt der Prinzenstadt. Zuvor konnten sie ihre Fahrzeuge dort ohne Zeitlimit stehen lassen.

Stadt reagierte auf Hinweise

Das Rathaus habe damit auf Hinweise von Gewerbetreibenden und Anwohnern der Mühlenstraße reagiert, sagt der Ordnungsamtsleiter Daniel Hauke. Die Ladeninhaber hätten sich beschwert, dass die Kunden so gut wie nie einen freien Parkplatz vor den Geschäften finden, um bei ihnen kurz mal einkaufen zu können. Auch Lieferungen oder Einkäufe auszuladen sei kaum möglich.

Weniger Dauerparker durch die Neuregelung

Daniel Hauke hält die Änderung ebenfalls für richtig. „Es sind Sahneparkplätze.“ Die unmittelbare Nähe zum Schloss und Zentrum machen diese sehr beliebt für Besucher. „Durch die Neuregelung wird die Dauerparkerei dort unterbrochen.“ Andreas Plath sagt, dass die Änderung Früchte trägt: „Es ist erkennbar, dass da jetzt weniger Autos am Tage stehen als früher.“

Parkplatz an der Rhinstraße nun kostenpflichtig

Es gibt noch eine weitere Stelle, an der es eine große Änderung für Parkplatzsuchende gibt. Das Gelände an der Rhinpassage, die die Stadt bis Ende vergangenen Jahres im Auftrag des Eigentümers mitbewirtschaftet hatte, wird jetzt in Eigenregie vom Besitzer als Stellfläche betrieben – und ist nun kostenpflichtig. Dass die Autofahrer dadurch auf andere Standorte im Zentrum ausweichen, das sei in den Straßen rund um den neuen Parkplatz deutlich zu spüren, sagt Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler). „Die Lange Straße ist jetzt meistens gut ausgelastet.“

Ziel ist Vereinfachung

Damit zumindest den Einheimischen mit Anwohnerparkkarten mehr Stellflächen zur Verfügung stehen, will die Verwaltung die Parkregeln in der Stadt ändern. Bislang gibt es in Rheinsberg vier Parkzonen. Dabei dürfen Autoinhaber mit Parkausweisen für eine Zone nicht in der direkt benachbarten anderen Zone ihr Fahrzeug abstellen, ohne mit einem Knöllchen rechnen zu müssen. Schwochow plädiert deshalb für eine radikale Vereinfachung des Systems. Sprich: Für die Umwandlung der vielen Zonen in eine einzige.

Schilderwald soll verschwinden

Ein uneinheitliches Prinzip – das ist aus Sicht der Rathausvertreter auch an anderer Stelle ein Problem. Laut Schwochow existieren in der Prinzenstadt fünf verschiedene Parkleitsysteme konkurrierend nebeneinander. „Wir ertrinken hier förmlich in Schildern“, sagt Schwochow. Im Moment sei die Stadt dabei, überflüssige Tafeln zu entfernen, die doppelt und dreifach dieselben Hinweise geben. Bis die Kernstadt ein wirklich einheitliches und übersichtliches System hat, werde es aber noch dauern.

Wenn diese Aufgabe gestemmt ist, dann werden auch die städtischen Parkplätze wie der etwas abseits am Multifunktionsplatz liegende an Attraktivität gewinnen, glaubt Daniel Hauke. „Denn dann werden sie auch gefunden.“

Von Celina Aniol

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