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Rheinsberg Wanderweg: Irritation wegen Fördermitteln
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Wanderweg: Irritation wegen Fördermitteln
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14:15 12.07.2018
Eröffnung des Wanderwegs zum Sielmannhügel: Die Kyritz-Ruppiner Heide ist ein attraktives Ziel für Wanderer. Quelle: Peter Geisler
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Flecken Zechlin

Im Mai erst hatte Rheinsberg beschlossen, die Trägerschaft für den geplanten Heide-Wanderweg bei Lutterow zu übernehmen. Jetzt aber gibt das Projekt Anlass für Irritationen. Wer kümmert sich um die Fördermittel für das 150000-Euro-Vorhaben? Die Bürgerinitiative „Pro Heide“ sieht die Stadtverwaltung in der Pflicht – die jedoch lehnt das ab.

Bereits im Mai hatte die Kommune deutlich gemacht, dass sie das Vorhaben nur ideell unterstützen wird. Die Stadt übernehme allein die Trägerschaft, damit Fördermittel beantragt werden können, sagte Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow damals. „Wir werden uns aber weder aktiv um die Akquise von Geld kümmern, noch selbst finanzielle Mittel dafür ausgeben.“

Initiative hofft auf klärendes Gespräch

Klaus Günther, Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative, verstand das offenbar anders. Im Bauausschuss erkundigte er sich, ob die Stadt das Fördermittelverfahren schon vorangetrieben habe. In einem Gespräch mit Baudezernent Daniel Hauke will er jetzt klären, wo die Zuständigkeiten liegen.

Die Bürgerinitiative könne das Projekt inhaltlich vorbereiten, sagt Günther. „Die Klärung der Fördermittelmöglichkeiten muss aber Sache der Stadt sein.“ Schon bei der ersten Vorstellung des Projektes habe die Bürgerinitiative darauf hingewiesen, dass sie eine solche Arbeit nicht leisten könne. Die Projektträgerschaft sei nicht nur eine Formalie, sagt Günther. „Das ist auch mit ein bisschen Arbeit verbunden.“

Weg mit Aussichtsturm

Die etwa 35 Mitglieder starke Bürgerinitiative hat viel Vorarbeit für das Projekt geleistet. Sie gab eine Studie in Auftrag und erarbeitete Pläne für einen acht Kilometer langen Rundweg samt Parkplatz, Zuwegen, Toiletten und barrierefreiem Aussichtsturm. Weil der Wege teilweise über private Flächen führt, sprach die Initiative auch mit Grundstücksbesitzern. „Wir haben die Zustimmung der Eigentümer bereits eingeholt“, sagt Günther. „Einen Vertrag mit den Eigentümern machen, kann nur die Stadt.“

Völlig unklar ist derzeit, wie der Weg finanziert werden soll. Die Bürgerinitiative hofft auf eine 80-Prozent-Förderung. Welches Fördermittelprogramm jedoch dafür infrage kommt, ist offen. Unternehmen aus der Region hätten angekündigt, den Bau des Wanderwegs unterstützen zu wollen, sagt Günther. Allerdings reichen die Zusagen nicht aus, um den von der Bürgerinitiative auf etwa 30000 Euro geschätzten Eigenanteil zu finanzieren.

Bevor die Stadt die Projektträgerschaft für den Wanderweg übernahm, hatte der Bauausschuss gefordert, zunächst alle Fördermöglichkeiten zu prüfen. In der Sitzung, in der die Trägerschaft beschlossen wurde, war davon jedoch nicht mehr die Rede gewesen.

Von Frauke Herweg

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