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Rheinsberg Gespräch zur Grillstube steht aus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Gespräch zur Grillstube steht aus
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01:15 03.08.2018
Brigitte Weidauer fürchtet um die Zukunft ihrer Rheinsberger Grillstube. Quelle: Reyk Grunow
Rheinsberg

Ein persönliches Gespräch mit dem Bürgermeister von Rheinsberg: Das hat sich Brigitte Weidauer gewünscht. Dann könnte man besser über die großen Probleme mit dem Grundstück sprechen, auf dem ihre Grillstube steht und für das es eine Räumungsklage gibt. So ihre Hoffnung. Dem Wunsch sei er nachgegangen, sobald er davon erfuhr, berichtet Frank-Rudi Schwochow. Der Rathauschef hat die Geschäftsfrau besucht, die nur wenige Schritte von seiner Amtsstube entfernt einen Imbiss samt Terrasse betreibt. Allerdings mittags. Sprich: zur besten Essenszeit.

Rathauschef lädt ein

„Da war so viel los; wir konnten nicht miteinander reden“, so Schwochow. Deshalb habe er angeboten, dass Weidauer jederzeit bei ihm vorbeikommen kann, wenn sie Zeit hat. „Das hat sie bis heute nicht getan.“ Er sei aber immer noch für ein Gespräch offen. „Wir wollen Frau Weidauer nicht vertreiben.“

Keine Chance für den alten Vertrag

Dass die Stadt den Pachtvertrag für die Fläche in bester Lage ohne Weiteres verlängert, sei aber ausgeschlossen. Denn dieser stammt noch aus den DDR-Zeiten: Den Imbissstand betreibt Weidauer seit 38 Jahren. Der Preis sei seitdem nur zweimal angepasst worden – und sei angesichts der Grundstücksgröße und des Standorts nicht annähernd zeitgemäß, erklärt Schwochow. „Wir bezahlen für das Haus der Begegnung 150 Euro im Monat. Das ist schon wenig. Frau Weidauer bezahlt aber deutlich weniger.“

Stadt will Fläche verkaufen

Die Kündigung für die Fläche zum Ende Oktober hat bereits Schwochows Vorgänger im Amt, Jan-Pieter Rau, rausgeschickt. Der Grund: Die Stadt baut ein neues Rathaus und will nach dem Umzug ihr altes Verwaltungsgebäude samt der Nachbarfläche, auf der die Grillstube steht, verkaufen. Dass Rau eine Räumungsklage hinterher schob, habe daran gelegen, weil Weidauer nicht auf die Angebote der Stadt eingegangen sei und einen Anwalt eingeschaltet habe, so Schwochow. Wann über die Klage verhandelt wird, sei noch offen.

CDU will Pacht fortsetzen

Die Rheinsberger CDU-Fraktion fordert nun, dass diese zurückgenommen wird. Zudem soll das Pachtverhältnis solange fortgesetzt werden, bis das neue Rathaus fertig ist, fordern die Christdemokraten in ihrem Antrag, über den die Stadtvertreter am 6. August entscheiden sollen. Dagegen sei auch nichts einzuwenden, sagt Schwochow. Allerdings nur, wenn die Stadt einen neuen Vertrag mit Weidauer aushandelt.

Von Celina Aniol

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